Letztes Update am Sa, 13.07.2019 17:36

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sturm „Barry“ wurde zu Hurrikan hochgestuft



Der Sturm „Barry“, der auf die Südküste der USA zusteuert, ist zu einem Hurrikan hochgestuft worden. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami teilte am Samstag mit, „Barry“ erreiche inzwischen Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde und sei damit ein Hurrikan der untersten Kategorie eins. Der Sturm sollte im Laufe des Samstags im Bundesstaat Louisiana auf die Südküste der USA treffen.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami warnte vor schweren Regenfällen und Überschwemmungen. Experten betonten, nicht die Windstärke, sondern die Wassermassen, die der Sturm an Land trage, seien das Gefährliche an „Barry“.

Von dem Sturm dürfte unter anderem die Südstaaten-Metropole New Orleans betroffen sein. Die Stadt war 2005 vom Hurrikan „Katrina“ schwer zerstört worden und hatte Hunderte Tote zu beklagen. Nach andauerndem Regen kam es in Teilen von New Orleans bereits in den vergangenen Tagen zu Überschwemmungen.

Am Samstagvormittag lagen die Windgeschwindigkeiten des Sturms mit 115 Kilometern pro Stunde noch ganz knapp unterhalb der Schwelle, ab der ein Sturm als Hurrikan eingestuft wird. „Barry“ bewegte sich nur mit minimalem Tempo von etwa sieben Kilometern pro Stunde auf die südliche Küste der USA zu. Seine Ankunft an Land zog sich damit länger hin als ursprünglich erwartet.

Küstenwache, Feuerwehren und andere Rettungsdienste standen bereit. Die Nationalgarde von Louisiana aktivierte auf Anweisung von Gouverneur John Bel Edwards rund 3.000 Reservisten, die sich mit Helikoptern sowie Booten und anderen Wasserfahrzeugen an verschiedenen Punkten positionierten.

Vorboten von „Barry“ hatten nach Angaben des Senders CNN bereits am späten Freitag die Küste von Louisiana erreicht. In Lafourche Parish drückte der Sturm das Meer über eine Autobahn, in Houma wurden erste Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern gemessen.

US-Präsident Donald Trump hatte die Menschen in Louisiana vorab aufgerufen, Anweisungen der Katastrophenschutzbehörde Fema und der lokalen Behörden zu befolgen. Für den Bundesstaat wurde ein Notstand ausgerufen. Damit können leichter Bundesmittel und Hilfe aus Washington fließen.

„Was uns bevorsteht, wie man uns sagte, ist schwerer Regenfall, ein sich nur langsam bewegender Sturm“, sagte die Bürgermeisterin von New Orleans, LaToya Cantrell, dem Sender CNN. Für mehrere gefährdete Bereiche wurden bereits Zwangsevakuierungen angeordnet. Bewohner des Gebiets außerhalb des Überschwemmungs-Schutzgürtels der Stadt wurden gebeten, das Gebiet freiwillig zu verlassen. Mehrere Fluggesellschaften sagten für den Samstag alle Flüge von oder nach New Orleans ab, wie örtliche Medien berichteten.




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