Letztes Update am So, 14.07.2019 17:02

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Elefantenbaby im Tiergarten Schönbrunn geboren



Im Wiener Tiergarten Schönbrunn gibt es jede Menge Nachwuchs zu sehen. Nachdem Erdmännchen, Kattas und Robben Junge bekommen haben, ist in der Nacht auf Samstag auch das Elefantenbaby auf die Welt gekommen. Das noch namenlose Weibchen ist etwa 90 Kilogramm schwer und 90 Zentimeter groß, gab der Zoo am Sonntag bekannt.

Im Mai wurden die Erdmännchen-Jungtiere geboren, die bereits Besuch empfangen können. Bei der Geburt waren sie nur rund 30 Gramm schwer, nackt und blind. Die ersten Lebenswochen haben die Kleinen im schützenden Bau verbracht. Im Juni sorgten dann die Kattas für Nachwuchs. Bei der Geburt war das Jungtier etwa 70 Gramm schwer. Anfangs wurde es von der Mutter am Bauch, jetzt auch am Rücken getragen. Kurz danach kam bei den Mähnenrobben ein Männchen zur Welt und kann schon beim Planschen beobachtet werden.

Mit bis zu 22 Monaten Tragezeit wurde in der Nacht auf Samstag das lang ersehnte Elefantenbaby geboren. Seit einigen Wochen machen die Tierpfleger des Elefantenreviers bereits Nachtdienst. Am Samstag um 2.11 Uhr war es dann soweit; Elefantenkuh „Numbi“ brachte ihr Jungtier zur Welt. „Es ist ein Weibchen und alles sieht bestens aus“, freute sich Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Für die 27 Jahre alte „Numbi“, die 2009 gemeinsam mit ihrem ersten Jungtier „Kibo“ von Wuppertal nach Wien übersiedelt ist, ist es nach der Geburt von „Tuluba“ im Jahr 2010 schon das dritte Jungtier. „‘Numbi‘ ist eine erfahrene, ruhige und vor allem sehr fürsorgliche Mutter. Und erfreulich ist, dass die Kleine brav trinkt“, berichtete Schratter. Das Elefantenbaby wurde durch künstliche Besamung mit tiefgefrorenem Sperma eines Wildbullen aus dem Phinda Reserve in Südafrika gezeugt.

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Bereits nach kurzer Zeit können neugeborene Elefanten auf ihren Beinen stehen - wenn auch noch etwas wackelig, wie man auf ersten Bildern des Schönbrunner Jungtieres sehen konnte. Schnell machen sie die ersten Schritte. Das ist entscheidend, denn in Afrika muss die Herde auf der Suche nach Futter weiterziehen.

In Schönbrunn haben die Tiere alle Zeit der Welt. „Die Kleine versucht, mit der Mutter Schritt zu halten, und tapst unter ihrem Bauch umher. In den nächsten Tagen bleiben ‚Numbi‘ und ihr Jungtier im hinteren Bereich der Anlage und sind somit für die Besucher leider noch nicht zu sehen. ‚Numbi‘ soll sich ganz in Ruhe auf die neue Situation einstellen können“, sagte Schratter.

Das letzte Jungtier bei den Afrikanischen Elefanten im Tiergarten Schönbrunn war „Iqhwa“, die 2013 geboren wurde.




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