Letztes Update am Mo, 15.07.2019 10:43

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Altoona-Park als Favorit für St. Pöltens „KinderKunstLabor“



Für das „KinderKunstLabor“, das Prestigeprojekt der St. Pöltner Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2024 schlechthin, hat sich ein möglicher Standort in der niederösterreichischen Landeshauptstadt herauskristallisiert. Der Altoona-Park am Schulring erwies sich bei der Prüfung von 25 Bauplätzen als am besten geeignet, hieß es am Montag seitens des Landes. Nun folgt eine Machbarkeitsstudie.

Mit ersten Ergebnissen dieser Untersuchung sei „nach dem Sommer zu rechnen“, wurde St. Pöltens Stadtplaner Jens de Buck in einer Aussendung zitiert. Die potenziellen Standorte des Hauses für die Vermittlung von Kunst und kulturellen Kompetenzen, das unter dem Arbeitstitel „KinderKunstLabor“ firmiert, wurden auf vielfältige Weise abgeklopft. Untersucht wurden unter anderem die Kriterien zentrumsnahe Lage, Nähe zu kulturellen Einrichtungen, Flächenanforderung insgesamt, mögliche Baufläche, innerstädtische Grünfläche, öffentliche Verkehrsanbindung, Parkmöglichkeiten, Anrainersituation, Grunderwerbskosten, baurechtliche Eignung, flexible Bebaubarkeit, Möglichkeit für einen Outdoor-Bereich sowie die Grundeigentumsverhältnisse. Die Projektleitung führte die Stadtplanung des Magistrats St. Pölten in enger Abstimmung mit Stadt und Land durch.

Das „KinderKunstLabor“ könne im Altoona-Park „eine räumliche und auch akustische Abgrenzung zum Schulring bieten und sich Richtung Schulen mit einer anspruchsvoll gestalteten Parkfläche und Möblierung öffnen“, hielt de Bruck fest. „Weitere Kulturinstitutionen wie das Museum Niederösterreich oder die ehemalige Synagoge erlauben einen inhaltlichen Austausch sowie ein vielschichtiges Kulturangebot in unmittelbarer Nähe“, sagte der Stadtplaner.

Aktuell arbeitet das Büro St. Pölten 2024 mit Experten aus den Bereichen Kunst, Kultur und Kulturvermittlung „intensiv am inhaltlichen Feinkonzept der neuen Institution“, wurde in der Aussendung hervorgehoben. In das „Leuchtturmprojekt“ der Kulturhauptstadt-Bewerbung sollen rund zwölf Millionen Euro investiert werden, hieß es vom Büro St. Pölten 2024.

„Das ‚KinderKunstLabor‘ soll höchste architektonische Ansprüche erfüllen und ein bauliches Symbol für das gemeinsame Vorgehen von Stadt und Land“ setzen, betonten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). „Wir freuen uns, dass bereits im Bewerbungsprozess erste konkrete Maßnahmen angegangen werden, die unabhängig von der Erlangung des Titels Kulturhauptstadt Europas 2024 in St. Pölten umgesetzt werden.“




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