Letztes Update am Di, 16.07.2019 07:28

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


OSV-Sportdirektor Bär hofft auf möglichst viele WM-Finali



OSV-Sportdirektor Walter Bär hat mit den am Freitag beginnenden Weltmeisterschaften in Gwangju sein bisher wichtigstes sportliches Ereignis in seiner offiziell im September 2018 übernommenen Schwimm-Funktion zu verantworten. Der 49-Jährige ist Realist genug, keinen Medaillengewinn zu erwarten. Wie bei den Synchronschwimmerinnen seien aber auch im 50-m-Becken möglichst viele Finali anzustreben.

„Die besten Finalchancen hat sicher Felix“, wies Bär Felix Auböck die OSV-Pole-Position zu. Der 22-Jährige hatte ihn vor der Abreise nach Asien mit einer bei einem US-Meeting erzielten Zeit von bloß 1:51 Minuten über 200 m Kraul geschockt, Auböck gab aber Entwarnung. Er sei das Rennen im Tempo eines 400ers angegangen, um für seine erste WM-Konkurrenz am Sonntag zu testen. Die zweite Finalchance sollte sich dem Niederösterreicher über 800 m Kraul eröffnen.

Einiges hält Bär von Bernhard Reitshammer. „Er ist ein kompletter Schwimmer, kann alle Lagen“, meinte der Funktionär. Entsprechend vielfältig ist Reitshammers WM-Programm, neben den 200 m Lagen tritt er über 100 m Rücken sowie über 50 m Kraul, Rücken und Brust an. Der 25-jährige Athlet von ASV Linz hat Ende April in Graz das Olympia-Limit über 100 m Rücken nur um 5/100 verpasst, jenes über 200 m Lagen mit wenig Praxis auf dieser Strecke um lediglich 61/100.

Da Reitshammer die bessere 200er-Zeit hat, bleibt Patrick Staber nur das Antreten über 400 m Lagen. „Patrick schaut sehr gut aus“, beschrieb Bär die Eindrücke aus dem Vorbereitungscamp in Osaka, wo die OSV-Athleten noch bis Donnerstag bleiben. Valentin Bayer traut Bär zu, den von Maxim Podoprigora gehaltenen OSV-Rekord von 2:11,09 vom 25. Juli 2001 zu unterbieten. Das sei fürs Semifinale auch nötig. „Ich schätze jedenfalls, dass dieser Rekord noch in diesem Olympia-Zyklus fällt.“

Und während Bär Marlene Kahler hervorhob, da sie nach ihrer Pause wegen eines Knochenmarködems im Juni in Barcelona über 1.500 m Kraul schon wieder nur rund fünf Sekunden über der Tokio-Norm war, zieht er vor Lena Grabowskis Programm den Hut. Die 16-Jährige ist ab 10. Juni bei der Mare-Nostrum-Serie und in einem Spanien-Camp gewesen, dann bei der Junioren-EM in Kasan, von dort nach Osaka, bevor es nach Gwangju und im August zur Junioren-WM nach Budapest geht.




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