Letztes Update am Di, 16.07.2019 11:00

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Viele „türkise“ Mitarbeiter in Ministerien



Obwohl in Österreich seit Anfang Juni eine unabhängige Expertenregierung am Werk ist, herrscht in vielen Ministerien ein massives Überangebot von türkisen Mitarbeitern. Das berichtet die „Tiroler Tageszeitung“. Besonders auffallend ist das Kabinett von Außenminister Alexander Schallenberg, der mehr Referenten als Kanzlerin Brigitte Bierlein um sich schart.

Schallenberg ist nicht nur Europa- und Außenminister, sondern auch Kultur- und Medienminister. Im Außenamt übernahm er unter anderem Gregor Kößler, den Kabinettschef der damaligen Ministerin Karin Kneissl (FPÖ). In seiner zweiten Funktion bediente er sich laut „Tiroler Tageszeitung“ vor allem aus den Kabinetten von Sebastian Kurz, Gernot Blümel und Josef Moser (alle ÖVP). Kabinettschef ist Bernhard Bonelli, der diese Funktion auch schon unter Altkanzler Kurz innehatte. Schallenberg gilt als Vertrauter von Kurz.

Im Kanzleramt stellt Schallenberg sogar das Büro von Bierlein in den Schatten. Während sich die Kanzlerin mit acht Kabinettsreferenten zufriedengibt, beschäftigt Schallenberg gleich zwölf davon.

Schallenbergs Büro erklärte die hohe Dichte an türkisen Mitarbeitern damit, dass in dem Ressort „sehr viele Themen abgedeckt“ werden. „Aufgrund dieses umfangreichen Aufgabengebietes wurde auf Expertinnen und Experten aus den jeweiligen Fachbereichen zurückgegriffen, die insbesondere auch das Haus gut kennen.“

Zur Zusammensetzung der Ministerkabinette liegt eine laufende parlamentarische Anfrage vor, die laut Regierungssprecher Alexander Winterstein bald beantwortet werden soll.




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