Letztes Update am Mi, 17.07.2019 03:15

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA verhängten Sanktionen gegen Militärs in Myanmar



Die US-Regierung hat wegen der gewaltsamen Unterdrückung der muslimischen Rohingya-Minderheit in Myanmar Sanktionen gegen hochrangige Militärs in dem südostasiatischen Land verhängt. Die Maßnahmen richten sich gegen Militärchef Min Aung Hlaing, seinen Stellvertreter, zwei Kommandanten sowie deren Familien.

US-Außenminister Mike Pompeo erklärte am Dienstag, die Betroffenen seien verantwortlich für schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, darunter außergerichtliche Hinrichtungen in Rakhine. Die Sanktionen verbieten es ihnen, in die USA zu reisen.

Aus Myanmar, wo die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens ist, sind seit August 2017 mehr als 730.000 Muslime ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Das Militär und die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi stehen wegen der Verfolgung von Rohingya international im Kreuzfeuer der Kritik. Die UNO spricht von Völkermord, die US-Regierung von ethnischer Säuberung.

Pompeo erklärte, die USA seien besorgt darüber, dass die Regierung in Myanmar keine Maßnahmen ergriffen habe, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Es gebe weiterhin Berichte, dass das Militär im ganzen Land Menschenrechtsverletzungen begehe.




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