Letztes Update am Mi, 17.07.2019 10:57

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rund 150 Migranten in Griechenland angekommen



In der Ägäis haben von Dienstag- bis Mittwochvormittag rund 150 Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln oder zum griechischen Festland übergesetzt. Vor der griechischen Hafenstadt Alexandroupolis hat die griechische Küstenwache 47 Migranten aufgegriffen. Sie waren von der nur wenige Kilometer entfernten türkischen Küste gestartet, wie die Küstenwache mitteilte.

Vor der Insel Samos übernahm ein Patrouillenboot der Europäischen Grenzschutzagentur (Frontex) 56 Migranten. Weitere 45 Migranten wurden vor der Kleininsel Farmakonisi aufgegriffen.

Die Route aus Türkei nach Alexandroupolis in der nördlichen Ägäis wird zunehmend von Migranten genutzt. Sie gehen dort üblicherweise in der Region des türkischen Fischerdorfes Enez an Bord und nehmen Kurs westwärts. Enez liegt nur wenige Hundert Meter von der Grenze zu Griechenland entfernt. Binnen kürzester Zeit kommen sie dann in griechische Hoheitsgewässer. Diese Route gilt als weniger gefährlich als die Überquerung der Meeresengen zwischen der türkischen Küste und den griechischen Inseln in der Ostägäis. Die Registrierlager (Hotspots) auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos sind restlos überfüllt.

Am Dienstag war der Polizei auf der griechischen Touristeninsel Kos ein Schlag gegen eine internationale Schlepperbande gelungen. Sie soll in den Sommermonaten im großen Stil per Fähre Migranten vom griechischen Festland nach Kos gebracht haben. Dort erhielten die Menschen gefälschte Reisedokumente, mit denen sie auf Charterflügen nach Westeuropa reisen konnten.




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