Letztes Update am Do, 18.07.2019 10:00

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schon mehr als 50 Tote durch Dengue-Fieber in Honduras



Das gefährliche Dengue-Fieber hat sich in Honduras dramatisch ausgebreitet: Mehr als 50 Tote seit Jahresanfang und überfüllte Krankenhäuser meldete am Mittwoch das Gesundheitsministerium in Tegucigalpa. Rund 23.300 Fälle seien registriert, „von denen 16.509 als schwer“ eingestuft würden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums.

Von den 32 öffentlichen Krankenhäusern seien 26 wegen der Dengue-Patienten völlig überfordert. Die übrigen Krankenhäuser seien Spezial-Kliniken etwa für Psychiatrie.

Die Regierung von Honduras hatte Anfang Juli landesweit den Gesundheitsnotstand ausgerufen, nachdem 44 Tote seit Jahresbeginn registriert worden waren. Seither stieg die Zahl der Toten auf 54, wie das Ministerium nun mitteilte. Präsident Juan Orlando Hernandez hatte am Dienstag verstärkte Maßnahmen zur Bekämpfung der Stechmücke Aedes aegypti angekündigt, die die Viruserkrankung überträgt. Nach offiziellen Zahlen war 2010 das bisher schlimmste Dengue-Jahr in Honduras mit 83 Toten. Für dieses Jahr befürchten die Behörden noch höhere Opferzahlen.

Das Virus des Dengue-Fiebers wird von Stechmücken vor allem in den Tropen und Subtropen übertragen. Bisher gibt es weder Medikamente dagegen noch eine Impfung.




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