Letztes Update am Do, 18.07.2019 11:34

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Das Frankenburger Würfelspiel“ ab 26. Juli zu sehen



„Das Frankenburger Würfelspiel“ bringt ab 26. Juli wieder österreichische Geschichte auf die laut Veranstaltern größte Naturbühne Europas. 600 Laiendarsteller wirken an dem Schauspiel rund um die Ereignisse aus dem Mai 1625 mit, als 36 evangelische Rebellen paarweise um ihr Leben würfeln mussten und die Verlierer hingerichtet wurden.

Als während des Dreißigjährigen Krieges in Frankenburg ein römisch-katholischer Geistlicher eingesetzt werden sollte, begehrten die evangelischen Bürger und Bauern auf. Nach drei Tagen gaben sie ihren bewaffneten Widerstand auf und fanden sich am Haushamerfeld ein, weil ihnen der bayrische Statthalter Adam Graf von Herberstorff Gnade versprach. Er verschonte aber nur jene Männer, die beim Würfeln gewannen.

Bereits seit 1925 spielen die Frankenburger die historischen Ereignisse ihres Ortes, die letztlich Auslöser für die oberösterreichischen Bauernkriege waren, nach. Das Stück stammt von Karl Itzinger und wurde von Franz und Michael Neudorfer überarbeitet. Regisseur Hans Gebetsbergers präsentiert heuer eine neue Inszenierung, in der er das Geschehen anhand des Schicksals der Bauernfamilie Penninger greifbar machen möchte.

Das Freilichttheater, das nur etwa fünf Kilometer vom historischen Haushamerfeld entfernt ist, fasst etwa 3.000 Zuschauer. Gespielt wird bis 15. August. Insgesamt erwarten die Veranstalter rund 18.000 Besucher.




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