Letztes Update am Do, 18.07.2019 11:37

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vier Pfoten unterstützt 29 verwaiste Geparden in Somaliland



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Die österreichische Tierschutzorganisation Vier Pfoten unterstützt den Cheetah Conservation Fund (CCF) bei der Versorgung von 29 verwaisten Geparden in der halbautonomen somalischen Region Somaliland. Die Tiere sollten geschmuggelt werden, wurden jedoch von Behörden beschlagnahmt und befinden sich laut einer Aussendung von Vier Pfoten am Donnerstag in einem Schutzzentrum in Obhut von CCF.

Die Tierschutzorganisation steuert finanzielle Mittel für Futter und Medizin zur dringend notwendigen Versorgung der Geparden bei. Der illegale Handel mit den Wildkatzen floriert aufgrund der hohen Nachfrage insbesondere aus den Golfstaaten. Dort werden sie als Haustier und Statussymbol gehalten. „Einen Geparden oder eine andere Wild- oder Großkatzenart als Haustier zu halten, ist nicht nur extreme Tierquälerei, sondern auch gefährlich für die Besitzer und andere, die in direkten Kontakt mit den Tieren kommen könnten. Darüber hinaus werden Wilderer und Wildtier-Schmuggler dadurch ermutigt, ihre grausamen und illegalen Geschäfte fortzusetzen“, sagte Ioana Dungler, Leiterin der Wildtierabteilung bei Vier Pfoten.

Die geretteten Geparden haben ihren Ursprung vermutlich in Äthiopien, Nordkenia, Somalia und Somaliland. Die Tiere werden üblicherweise von der Küste Somalilands aus geschmuggelt. Langfristiges Ziel ist es, die verwaisten Geparden nach Möglichkeit wieder in die Wildnis zu entlassen. Das ist jedoch mitunter ein Problem, da sich die Geparden an menschliche Obhut gewöhnen.

In ganz Afrika leben weniger als 7.500 Geparden in freier Wildbahn, verglichen mit einer Population von 100.000 vor hundert Jahren. 80 Prozent der wilden Geparden leben außerhalb von Schutzgebieten, wodurch sie leichte Beute für Wilderer sind. CCF-Forschungen zeigen, dass jedes Jahr schätzungsweise 300 Geparden gefangen und auf die Arabische Halbinsel geschmuggelt werden. Viele der Großkatzen sterben bereits vor dem Verkauf. Wenn sie den Schmuggel überstehen, sorgen nicht artgemäße Pflege und Futter sowieso auftretende Krankheiten dafür, dass die meisten nicht älter als zwei Jahre werden.




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