Letztes Update am Fr, 19.07.2019 10:57

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fest zur Festspieleröffnung macht Salzburg zur Bühne



Das Fest zur Festspieleröffnung verwandelt die Stadt Salzburg am Freitag und Samstag, in eine Bühne. Der Besuch der 72 Programmpunkte aus Musik, Schauspiel und Tanz an über 31 Spielorten ist kostenlos. Die Brauchtumschützen geben heute um 17.00 Uhr von den Stadtbergen aus den unüberhörbaren Startschuss zum Fest und auch zum am Samstag beginnenden Festival, das bis 31. August dauert.

Bereits ab 18.15 Uhr wird am Freitag am Alten Markt, am Mozartplatz und im Mirabellgarten fleißig musiziert und getanzt. Ab 21.20 Uhr steht die Salzburger Bürgergarde am Residenzplatz Spalier, und es ziehen Fest- und Hochzeitsschnalzer aus dem Pongau auf ihren festlich geschmückten Norikerpferden zum Platz. Um 22.20 Uhr kündigen vom Glockenturm der Neuen Residenz aus die Fanfaren des Bläserensembles der Militärmusik Salzburg und des Barockbläserensembles Leopoldskron den traditionellen Salzburger Fackeltanz mit rund 100 Tanzpaaren an. Das Brauchtumspektakel von 22.30 Uhr bis 23.10 Uhr dürfte nicht ins Wasser fallen, denn um diese Zeit soll es laut Wetterprognosen nicht regnen.

Das Programm des Festes, zu dem die Salzburger Festspiele auch heuer wieder alle Salzburger und Gäste einladen, bietet viele andere Highlights. Schauspieler Peter Lohmeyer, der „Tod“ im „Jedermann“, widmet seine Lesung am Freitag um 19.30 Uhr in der Szene Salzburg der Aktion „Mama/Papa hat Krebs“ der Österreichischen Krebshilfe Salzburg. Seine Schauspielerkollegin Mavie Hörbiger liest am Samstag, nur wenige Stunden vor ihrem Auftritt als „Werke“ beim „Jedermann“, aus „Traurigkeit der Erde“ um 14.00 Uhr in der Salzburgkulisse. Eric Vuillard konfrontiert in dieser historischen Rhapsodie den amerikanischen Mythos der Eroberung des Westens mit den vergessenen Gesichtern ihrer Opfer.

Für alle Fans der zeitgenössischen Musik spielt am Samstag um 14.00 Uhr in der Galerie Rudolf Budja das österreichische ensemble für neue musik (oenm) Werke von Pesson, Ravel und Messiaen. Die Galerie präsentiert Werke zeitgenössischer Künstler wie Andy Warhol und Andres Serrano mit Fokus auf Pop Art und auf Fotografie. In der Universitätsaula gibt ab 15.00 Uhr Kammersängerin Christa Ludwig im Rahmen einer öffentlichen Meisterklasse ihr Wissen an die Teilnehmer des Young Singers Project weiter. Das Janoschka Ensemble tritt im Haus für Mozart um 17.45 Uhr mit einem neuen Programm auf, in dem sie sich mit einer eigenen Interpretation der Beatles beschäftigen.

Beim Brunnenfoyer in der Hofstallgasse gibt es am Samstag von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr die Möglichkeit, in Fundstücken des Archivs der Salzburger Festspiele zu stöbern. Im Spielzeugmuseum werden ab 14.00 Uhr Lorbeerkränze gebastelt, und ebenfalls ab 14.00 Uhr gibt es im „Mondatelier“ im Museum der Moderne am Mönchsberg einen Workshop für Kinder. Lustig wird es ab 19.00 Uhr auf dem Waagplatz. Der Wiener Autor Stephan Lack schrieb dem Salzburger Straßentheater ein Stück über das harte Adventgeschäft in Salzburg auf den Leib. Regie über die sommerliche Weihnachtskomödie „Alles Heilige“ führt Georg Clementi.

Für einige Programmpunkte des Festes sind Zählkarten, insgesamt rund 10.700, an der Tageskasse der Salzburger Festspiele in der Hofstallgasse erhältlich. Da es gerade von außerhalb lebenden Menschen immer wieder Beschwerden gab, gibt es auch eine Kooperation mit der Ticket Gretchen App, mit der gegen eine Buchungsgebühr von fünf Euro ebenfalls Zählkarten bestellt werden können.




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