Letztes Update am Fr, 19.07.2019 14:52

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flugzeug-Absturz in Tirol: Flieger mit deutscher Kennung



Im Falle des Absturzes eines Kleinflugzeuges im Wettersteingebirge in der Nähe der Meilerhütte in der Leutasch in Tirol (Bezirk Innsbruck Land) mit drei Toten sind die Ermittler einen Schritt weiter gekommen. Der Flieger hatte eine deutsche Kennung und startete vom norditalienischen Montichiari aus, sagte ein Polizeisprecher Freitagnachmittag der APA.

Das Kleinflugzeug hätte im deutschen Schwäbisch Hall landen soll, so der Sprecher. Die Identität der Toten stand vorerst weiter nicht fest. Man hoffe, dass sich etwa Angehörige melden. Mit einem DNA-Abgleich soll dann die Identität der bis zu Unkenntlichkeit entstellten Leiche festgestellt werden. Dies werde allerdings voraussichtlich erst Anfang kommender Woche der Fall sein. Aufgrund des angestrebten Zieles „könne man nur vermuten“, dass es sich bei den Toten um deutsche Staatsbürger handle, man könne es aber nicht mit Sicherheit sagen.

Die Absturzursache blieb indes weiter unklar. Dies werde noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Leichen wurden am frühen Nachmittag bereits vollständig geborgen, die Wrackteile hingegen noch nicht.

Das Kleinflugzeug war gegen eine Felswand geflogen und zerschellte dort. Dann ging es sofort in Flammen auf. Der Absturz hatte sich auf rund 2.300 Metern Höhe im Bereich der Leutascher Platt ereignet. Die Unglücksstelle war für die Einsatzkräfte nur schwer erreichbar.

Im Einsatz standen die Bergrettungen aus Seefeld und Leutasch, die Feuerwehren Leutasch, Unterleutasch und Seefeld sowie drei Notarzthubschrauber und der Polizeihubschrauber. Auch aus Bayern - die Absturzstelle lag unmittelbar an der Grenze zum Landkreis Garmisch-Partenkirchen - wurden die Einsatzkräfte durch einen Notarzt- und einen Polizeihubschrauber unterstützt.




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