Letztes Update am Sa, 20.07.2019 12:52

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


33 Migranten bei Verkehrsunfall in Nordmazedonien verletzt



Auf der Flucht vor der Polizei sind bei einem Verkehrsunfall auf einer Autobahn in Nordmazedonien 33 Migranten verletzt worden. Ihr Kleinbus war am Freitag bei Demir Kapija, 45 Kilometer nördlich der griechischen Grenze, führerlos von der Fahrbahn abgekommen und in einen 14 Meter tiefen Graben gestürzt. Zuvor war der Fahrer aus dem Fahrzeug gesprungen, um der Polizei zu entkommen.

Das berichtete der Fernsehsender A1 unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Unter den verletzten Migranten seien auch Kinder. Zu dem Unfall kam es, nachdem eine Polizeistreife auf den Kleinbus aufmerksam geworden war. Die Polizisten wollten ihn anhalten. Der Schlepper, der das Fahrzeug lenkte, versuchte aber zunächst davonzufahren. Als er einsah, dass ihm das nicht gelingen würde, sprang er aus dem fahrenden Kleinbus. Dabei erlitt der 24-jährige nordmazedonische Staatsbürger schwere Verletzungen.

Die sogenannte Balkanroute von Griechenland über verschiedene Balkanstaaten in die Mitte Europas gilt zwar als weitgehend geschlossen. Trotzdem überwinden Migranten und Asylsuchende immer wieder mit Hilfe von Schleppern die verschiedenen Staatsgrenzen. Nordmazedonien ist nach Griechenland in der Regel die erste Station auf dieser Strecke. Tausende stecken allerdings vor allem in Serbien und in Bosnien-Herzegowina fest.




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