Letztes Update am Sa, 20.07.2019 13:13

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hund wird nach Angriff auf Buben in OÖ eingeschläfert



Nachdem er einen zwölfjährigen Buben in Ottensheim (Bezirk Urfahr-Umgebung) angegriffen und schwer verletzt hatte, wird ein Pitbull-Mischling nun eingeschläfert. Das berichteten am Samstag mehrere oberösterreichische Medien. Der Bürgermeister von Feldkirchen an der Donau erstellte demnach am Freitag einen entsprechenden Bescheid, der 21-jährige Hundebesitzer zeigte sich einsichtig.

Das Kind war Mittwochnachmittag bei einem Spaziergang gemeinsam mit einem neunährigen Mädchen von dem Pitbull-Rüden attackiert und mehrmals gebissen worden. Das Mädchen konnte entkommen und holte Hilfe. Der Zwölfjährige wurde von der Rettung und einem Notarztteam erstversorgt und schwer verletzt in den Med. Campus III nach Linz eingeliefert. Das Spital erteilt auf Wunsch der Eltern keine Auskunft über den Gesundheitszustand des Buben, hieß es Samstagmittag auf APA-Anfrage.

Der Hundebesitzer war in Ottensheim zu Besuch bei einer Freundin, die ebenfalls einen Hund hat. Die Tiere spielten im Garten und dürften in einem unbeaufsichtigten Moment in den angrenzenden Wald gelaufen sein. Der Besitzer hatte den eineinhalbjährigen Hund „Tyson“ erst seit kurzer Zeit und es war bereits die zweite Biss-Attacke des Hundes.

Franz Allerstorfer, Bürgermeister von Feldkirchen an der Donau, kritisierte am Samstag in mehreren Medien, dass man keine Voraussetzungen mitbringen müsse, um so einen Hund halten zu können. Es sei auch nirgends die Vorgeschichte des Hundes dokumentiert. Der 21-jährige Besitzer habe den Hundeführererschein erworben und das Tier auch gemeldet, doch das sei zu wenig. Es brauche strengere Vorschriften.




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