Letztes Update am Sa, 20.07.2019 14:21

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Polizei fand in Wiener Wohnung lebensgefährlich Verletzten



Zu einem Großeinsatz der Polizei mit einem lebensgefährlich Verletzten ist es am Samstag in Wien-Brigittenau gekommen. Ein 51-jähriger Mann hatte sich in einer Wohnung eines Wohnhauses verschanzt, aus dem um 10.45 Uhr eine Frau um Hilfe gerufen hatte. Als Beamte die Wohnung stürmten, lag der Mann mit einem Messer im Bauch auf dem Boden. Die Polizei geht davon aus, dass er sich selbst verletzt hat.

Auf die Schreie der Frau in dem Wohnhaus in der Pasettistraße wurden Passanten und eine Polizeistreife aufmerksam. Während die Wega das Stiegenhaus sicherte, brachen Beamte der Cobra die Wohnung auf. Als die Sondereinheit die Wohnung stürmte, deren Tür von innen mit einer Kette blockiert worden war, fanden die Beamten den lebensgefährlich verletzten Mann vor.

„Wir gehen davon aus, dass er sich selbst verletzt hat“, sagte Polizeisprecher Daniel Fürst am Ort des Geschehens der APA. Der Mann wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital gebracht. Ersten Erkenntnissen zufolge soll er im Vorfeld seine Lebensgefährtin - beide sind österreichische Staatsbürger - attackiert und verletzt haben. Die Frau wurde von der Feuerwehr, die ebenfalls im Einsatz war, mit einer Drehleiter über ein Fenster befreit, noch ehe die Polizei die Wohnungstür aufgebrochen hatte.

Aus welchen Gründen sich der 51-Jährige selbst verletzt habe, sei unklar, teilte Polizeisprecher Daniel Fürst am Einsatzort der APA mit, nachdem die Amtshandlung abgeschlossen war. Der Mann, der mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Spital gebracht wurde, war zunächst nicht vernehmungsfähig.

Die Lebensgefährtin des Mannes wurde ebenfalls hospitalisiert. Die Frau, gegen die der 51-Jährige körperlich vorgegangen war, soll laut Polizei aber nur leichte Verletzungen erlitten haben. Die Polizei will die Frau noch am Samstag als Zeugin befragen, hieß es. Derzeit wird gegen den 51-Jährigen formal wegen gefährlicher Drohung und Körperverletzung ermittelt.

Der Einsatzort - ein mehrgeschoßiges Wohnhaus in der Pasettistraße in Wien-Brigittenau - war von der Exekutive großräumig abgesperrt worden. „Zu keinem Zeitpunkt hat eine Gefährdung für andere Bewohner oder Anrainer bestanden“, betonte Fürst.




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