Letztes Update am So, 21.07.2019 11:59

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Acht Todesopfer bei Selbstmordanschlag in Pakistan



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Eine Selbstmordattentäterin hat in Pakistan nach Behördenangaben acht Menschen mit in den Tod gerissen. Sie habe sich am Sonntag vor einem Krankenhaus in Dera Ismail Khan in die Luft gesprengt, als die Leichen zweier zuvor getöteter Polizisten dorthin gebracht worden seien, teilten die Sicherheitskräfte mit. 26 weitere Menschen seien verletzt worden.

Die Notaufnahme der Klinik sei bei der Explosion so stark beschädigt worden, dass ein Teil der Verletzten in andere Städte verlegt werden musste. Zu dem Anschlag bekannten sich die pakistanischen Taliban. Es sei Vergeltung für die Tötung zweier Anführer der Islamisten durch Anti-Terror-Einheiten der Polizei im vorigen Monat, erklärte ein Sprecher. In Dera Ismail Khan gab es in den vergangenen Jahren mehrfach Selbstmordanschläge.

In der von Indien und Pakistan gleichermaßen beanspruchten Kaschmir-Region starb unterdessen am Samstagabend nach Armeeangaben aus Islamabad ein pakistanischer Soldat bei einem Schusswechsel mit indischen Grenztruppen. Vier Zivilisten seien verletzt worden. Die Armeeführung warf den Indern eine „unprovozierte Verletzung des Waffenstillstands“ vor, indem sie an vier Stellen entlang der Grenzlinie mit Raketen und Mörsern auf Armeeposten und Zivilbevölkerung gezielt hätten.

In Pakistan fanden am Samstag unter massivem militärischen Schutz erstmals Regionalwahlen in den unsicheren Fata-Stammesgebieten nahe der Grenze zu Afghanistan statt. Nach einer Gebietsreform wählten fast drei Millionen Stimmberechtigte erstmals Abgesandte in das Provinzparlament von Khyber-Pakhtunkhwa.




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