Letztes Update am So, 21.07.2019 12:05

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens acht Verletzte bei Waldbränden in Portugal



Bei schweren Waldbränden im Zentrum Portugals sind mindestens acht Menschen verletzt worden. Ein Mann habe schwerste Brandverletzungen erlitten und sei in eine Klinik in Lissabon geflogen worden, berichtete die Zeitung „Publico“ unter Berufung auf Behörden. Mehr als tausend Feuerwehrleute bekämpften am Sonntag die Flammen, teilte der Zivilschutz mit.

In den Kreisen Vila de Rei, Macao und Serta rund 200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Lissabon wüteten die Flammen, so der Zivilschutz. Besorgniserregend sei die Lage in Vila de Rei, wo die Flammen am Sonntag noch außer Kontrolle gewesen seien, hieß es.

Wegen der Brände sagte der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa am Wochenende alle seine Termine ab. Das Staatsoberhaupt verfolge die Brandbekämpfung, teilte das Präsidialamt mit. Die Flammen loderten nur rund 20 Kilometer vom Kreis Pedrogao Grande entfernt, wo im Juni 2017 verheerende Brände 64 Menschen das Leben kosteten. Es war die schlimmste Katastrophe in der jüngeren Geschichte Portugals.

Die starken Winde und die hohen Temperaturen von bis zu 35 Grad erschwerten den amtlichen Angaben zufolge die Bekämpfung der seit Samstagnachmittag wütenden Flammen. Im Fernsehen beklagte sich ein Bewohner von Macao, es seien nicht genug Feuerwehrleute im Einsatz. „Wir selbst müssen die Flammen mitbekämpfen“, sagte er. Auch der Bürgermeister von Vila de Rei behauptete, es mangle an Personal und an Mitteln.




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