Letztes Update am Mo, 22.07.2019 10:03

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


18 Tote bei Luftangriffen in Syrien



Bei Luftangriffen auf die von Rebellen gehaltene Region Idlib im Nordwesten Syriens sind Menschenrechtlern zufolge mindestens 18 Menschen getötet worden. Darunter befänden sich sieben Kinder und der Bürgerjournalist Anas al-Djab, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Er sei bei einem russischen Luftangriff auf seine Heimatstadt Khan Sheichun getötet worden.

Die Hilfsorganisation der Weißhelme, der al-Djab angehörte, bestätigte seinen Tod. Der Anfang Zwanzigjährige berichtete als Fotograf und Kameramann aus den umkämpften Gebieten. Al-Djab wurde in der Stadt Idlib beigesetzt.

Der Nordwesten ist die letzte große Hochburg der Opposition gegen Präsident Bashar al-Assad. Al-Assad hat geschworen, das ganze Land zurückzuerobern, konnte in den vergangenen Wochen aber kaum militärische Erfolge verzeichnen. Der Beobachtungsstelle zufolge hat sich die Zahl der Zivilisten, die von syrischen Regierungskräften oder den mit ihnen verbündeten russischen Einheiten bei Bombenangriffen im Nordwesten getötet wurden, seit Ende April auf 682 erhöht. Umgekehrt seien 53 Zivilisten durch Rebellenangriffe auf staatliche Gebiete getötet worden. Hinzu kämen etwa 1.500 Kämpfer auf beiden Seiten, die in diesem Zeitraum ums Leben kamen.

In der Provinz gilt seit vergangenem September eine Waffenruhe, doch Truppen von Machthaber Bashar al-Assad fliegen dort mit Hilfe der russischen Luftwaffe seit Ende April verstärkt Luftangriffe gegen die Rebellen. Der Großteil von Idlib wird von der Jihadistenallianz Hayat Tahrir al-Sham (HTS) dominiert, die aus dem syrischen Al-Kaida-Ableger hervorgegangen ist.




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