Letztes Update am Mo, 22.07.2019 10:22

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


IAEO-Chef Amano gestorben



Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO in Wien, Yukiya Amano, ist tot. Das teilte die in Wien ansässige internationale Organisation am Montag auf ihrer Internetseite mit und sprach von „tiefer Trauer“. Erst in der Vorwoche war durch Medienberichte bekannt geworden, dass der 72-jährige Japaner einen vorzeitigen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen mit März 2020 beabsichtigte.

Eigentlich wäre sein Mandat noch bis November 2021 gelaufen. Die IAEO-Flagge am UNO-Gebäude in Wien werde auf halbmast gesetzt, gab die Behörde bekannt.

Amano leitete die IAEO seit 2009 als Nachfolger des Ägypters Mohammed ElBaradei. Die Organisation spielt weltweit eine entscheidende Rolle bei der Überwachung der friedlichen Nutzung der Kernenergie. So überprüft sie seit 2016 mit strengen Kontrollen die Einhaltung der Auflagen des Atomabkommens mit dem Iran.

Die IAEO hat 171 Mitgliedstaaten. Der Chef der Atomenergiebehörde wird von den Vertretern der 35 Staaten gewählt, die zusammen den Gouverneursrat bilden.




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