Letztes Update am Mo, 22.07.2019 13:26

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Familienministerin will bundesweite Lösung für Kriseneltern



Das Kinderbetreuungsgeld für Krisenpflegeeltern unterscheidet sich derzeit massiv zwischen den Bundesländern. Familienministerin Ines Stilling verhandelt mit Ländern und Parteien, um das zu ändern. Weil Krisenpflegegeld Ländersache ist, gäbe es derzeit massive Unterschiede, erklärt Stilling im Ö1-“Morgenjournal“. Von knapp über 300 Euro bis zu rund 1.000 Euro im Monat reiche derzeit die Spanne.

Um einheitliche Leistungen für alle Familien zu erreichen, führt Stilling derzeit einerseits Gespräche mit den Ländern. Andererseits verhandelt sie mit den Parteien, um eine gesetzliche Lösung zu finden. Die Ministerin strebt eine Lösung noch vor der Nationalratswahl an.

Von den NEOS kam prompt Unterstützung für dieses Vorhaben. „Wir NEOS fordern dies schon lange. Krisenpflegeeltern leisten jeden Tag unerlässliche Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe. Es ist beschämend, wie wenig Unterstützung sie aktuell dafür bekommen. Ich freue mich, dass nun auch die Übergangsregierung hier tätig werden will“, sagte Familiensprecher Michael Bernhard.

Auch von der SPÖ bekommt die Familienministerin Unterstützung für ihren Vorstoß für Verbesserungen für Krisenpflegeeltern. „Krisenpflegeeltern leisten enorm wichtige Arbeit für die ihnen anvertrauten Kinder. Dafür haben sie Anerkennung und Unterstützung seitens der Gesellschaft verdient“, sagte SPÖ-Familiensprecherin Birgit Sandler.

Es sei absolut erfreulich, dass die neue Familienministerin „etwas weiterbringen will im Interesse der Krisenpflegeeltern und mit den Parteien und Bundesländern in Gespräche treten will“, so Sandler.




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