Letztes Update am Mo, 22.07.2019 14:32

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neun Zivilisten bei Luftangriff in Afghanistan getötet



Bei einem Luftangriff in Ostafghanistan sind am Montag mindestens neun Zivilisten in einem Nomadenzelt getötet worden, darunter sechs Kinder. Mindestens sechs Menschen seien verletzt worden, sagte eine örtliche Provinzrätin. Die Zahl der getöteten Zivilisten durch Luftangriffe ist in den vergangenen Monaten signifikant gestiegen.

Nach Angaben der UNO-Mission in Afghanistan (UNAMA) wurden im 1. Quartal 2019 bei 43 Luftoperationen 145 Zivilisten getötet. Das entspricht rund einem Viertel aller in Afghanistan getöteten Zivilisten. 39 dieser Luftangriffe und 140 getötete Zivilisten wurden den internationalen Luftstreitkräften zugerechnet. Auch die noch im Aufbau befindliche afghanische Luftwaffe fliegt Angriffe. Insgesamt gab es bei Operationen regierungstreuer Truppen im 1. Quartal mehr Todesopfer als bei Angriffen und Anschlägen von Aufständischen.




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