Letztes Update am Mi, 24.07.2019 11:00

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mutter in NÖ getötet - „Lockere Kontakte“ zu Kinderhilfe



Die Kinder- und Jugendhilfe des Landes Niederösterreich hat am Mittwoch angegeben, dass es zur am Dienstag in Kirchschlag in der Buckligen Welt (Bezirk Wiener Neustadt-Land) getöteten Mutter des 14-Jährigen in der Vergangenheit „lockere Kontakte“ gegeben habe. Mittlerweile wurde auch das vorläufige Ergebnis der Obduktion veröffentlicht.

Eine „intensive Betreuung“ habe aber nicht vorgelegen, betonte Peter Rozsa, der stellvertretende Leiter der Fachabteilung für Kinder- und Jugendhilfe, auf Anfrage. Die angesprochenen Kontakte habe es zur Familie „hin und wieder gegeben“ sagte Rozsa - „wie in so vielen Fällen, in denen eine Alleinerziehersituation vorliegt“. Die Bluttat sei „völlig unvorhersehbar“ gewesen, betonte er. „So etwas ist mir in meiner gesamten Berufslaufbahn noch nicht untergekommen.“ Auch für die Kinder- und Jugendhilfe stelle die gegenwärtige Lage eine „Ausnahmesituation“ dar.

Die etwa 55 Jahre alte Frau, die am Montag von ihrem 14-jährigen Sohn in Kirchschlag getötet worden sein soll, starb an einem Herzdurchstich. Dies sei das vorläufige Ergebnis der Obduktion, sagte Markus Bauer von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt am Mittwoch auf APA-Anfrage.

Am Nacken wies das Opfer nach Angaben von Bauer eine Stichverletzung auf, am Hinterkopf eine etwa zwei Zentimeter lange Schnittwunde. Die genaue Anzahl der Stiche, die der Jugendliche mit dem Küchenmesser gesetzt haben soll, war vorerst nicht bekannt. Der Behördensprecher verwies in diesem Zusammenhang auf das schriftliche Obduktionsergebnis, das erst in einigen Wochen vorliegen werde.

Weitere Gutachten wurden seitens der Staatsanwaltschaft noch nicht in Auftrag gegeben. Bauer zufolge wird dafür die Entscheidung über die Verhängung der Untersuchungshaft, die am (heutigen) Mittwoch fallen soll, abgewartet. Einvernommen wurde der Beschuldigte nach der Befragung durch die Staatsanwaltschaft am Dienstag vorerst nicht mehr.

Hinsichtlich der Verantwortung des 14-Jährigen hatte Bauer schon am Dienstag festgestellt, dass der Jugendliche einen Mordvorsatz bestritt, aber umfassende Angaben zum Geschehen machte. „Ein vollinhaltliches Geständnis liegt nicht vor“, betonte der Staatsanwalt am Mittwoch.




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