Letztes Update am Do, 25.07.2019 09:41

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


112 Personen auf Lampedusa eingetroffen



Auf der süditalienischen Insel Lampedusa sind seit Mittwochabend über 100 Geflüchtete angekommen. Ein in Seenot geratenes Boot mit 77 Personen an Bord, darunter vier Minderjährige, wurde von der italienischen Küstenwache nach Lampedusa geführt. Die Migranten aus Cote d‘Ivoire (Elfenbeinküste), Gambia, Kamerun, Senegal und Tunesien wurden laut Medien im Flüchtlingslager der Insel untergebracht.

Sie seien von Libyen abgefahren und drei Tage lang auf See unterwegs gewesen. Zwei weitere Boote mit 15 bzw. 20 Personen an Bord wurden von der Küstenwache lokalisiert und nach Lampedusa gebracht.

Das italienische Innenministerium berichtete, dass seit Anfang 2019 insgesamt 3.418 Migranten in Italien eingetroffen sind, im Vergleichszeitraum 2018 waren es noch über 18.000. Der Rückgang betrage 81 Prozent. 3.588 Migranten seien seit Anfang 2019 ausgewiesen und in ihre Heimat zurückgeführt worden. Dabei handelt es sich vor allem um tunesische Staatsbürger.

Die italienische Regierung hat am Mittwoch eine Vertrauensabstimmung über ein neues Sicherheitspaket gewonnen. Strafen für Hilfsorganisationen, die trotz eines Verbots italienische Häfen ansteuern, sollen von 50.000 auf eine Million Euro angehoben werden. Zudem solle es leichter werden, die Schiffe zu beschlagnahmen. Das Innenministerium in Rom berichtete, man werde die Finanzierungsquellen der im Mittelmeer aktiven NGOs unter die Lupe nehmen.




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