Letztes Update am Do, 25.07.2019 11:30

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kein Fremdverschulden nach Hitzetod von Kleinkind



Nach dem Tod eines zweijährigen Buben in der Steiermark am Mittwoch hat die Polizei am Donnerstag mitgeteilt, dass kein Fremdverschulden festzustellen gewesen sei. Das Kind dürfte am Montag unbemerkt in ein Auto am Hof der Familie geklettert und eingeschlafen sein. Als der Bub im überhitzten Wagen gefunden wurde, war er dehydriert. Zwei Tage später starb er in der Grazer Kinderklinik.

Der Zweijährige dürfte sich eine halbe bis eine Stunde in dem heißen Auto befunden haben. Nach dem Mittagessen ging er auf dem großen Hof, auf dem mehrere Generationen leben, immer zu seiner Großmutter. Die Eltern glaubten auch am Montag, er sei dort.

Tatsächlich war der Kleine aber in einem Innenhof, in dem mehrere Autos standen, in einen Wagen geklettert und hatte sich auf die Rückbank gelegt. Es war nicht das Familienauto, sondern ein anderer Pkw, dessen vorderer Teil noch im Schatten war. Als das Fehlen des Kindes bemerkt wurde, gestaltete sich die Suche auf dem großen Anwesen schwierig. Schließlich wurde der schlafende Bub entdeckt.

Zwei Notärzte und zahlreiche Rettungskräfte konnten den Buben zunächst stabilisieren, er wurde in die Kinderklinik des LKH geflogen.“Was medizinisch vorgegangen ist, können wir nicht beurteilen, aber von einem Fremdverschulden kann nicht ausgegangen werden“, meinte ein Polizeisprecher gegenüber der APA. Trotzdem wurde - wie in solchen Fällen üblich - eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Graz geschickt.




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