Letztes Update am Do, 25.07.2019 12:25

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sommervorsaison wird für Touristiker immer wichtiger



Die Sommervormonate Mai und Juni werden für die heimischen Touristiker immer wichtiger. Die Betriebe verzeichneten heuer in diesen Monaten 19,95 Mio. Übernachtungen (+3,5 Prozent) und 7,35 Millionen Gäste (+4,6 Prozent), gab die Statistik Austria am Donnerstag bekannt. Der Zehnjahresvergleich zeige eine zunehmende Bedeutung der Monate Mai und Juni für den Sommertourismus, so die Statistiker.

Mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs (-7 Prozent) und Frankreichs (-2,4 Prozent) wurden im Mai und Juni 2019 bei allen wichtigen Herkunftsmärkten Zuwächse erzielt. Nächtigungen aus Deutschland stiegen um 1,8 Prozent, jene aus den Niederlanden um 3,7 Prozent sowie den USA um 5,4 Prozent. Nächtigungen aus der Schweiz und Liechtenstein stagnierten (+0,5 Prozent).

Insgesamt sind die Übernachtungen im Frühsommer seit 2009 um mehr als ein Drittel gestiegen, wobei sich die Nächtigungen ausländischer Gäste (+41 Prozent) dynamischer entwickelten als jene der österreichischen Gäste (+22 Prozent). Starke Zuwächse gab es vor allem bei Gästen aus zentral- und osteuropäischen Ländern. Nächtigungen von Gästen aus Polen haben sich in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht, jene aus Tschechien und Ungarn fast verdoppelt. Hohe Zuwachsraten gab es auch bei Touristen aus Russland (+88 Prozent) und Rumänien (+77 Prozent). Auch die Nächtigungen von Gästen aus den USA haben sich seit 2009 verdoppelt.

Der wichtigste ausländische Herkunftsmarkt Deutschland wuchs im Zehnjahresvergleich um mehr als ein Viertel bzw. um rund 1,5 Mio. Nächtigungen. Da im selben Zeitraum jedoch auch die Nächtigungen in den Hauptsommermonaten Juli und August gestiegen sind, sei die Bedeutung der Sommervorsaison nur geringfügig gestiegen - ihr Anteil an den Nächtigungen der gesamten Sommersaison liege bei rund einem Viertel.

Im ersten Halbjahr stagnierten die Nächtigungen bei 76,23 Millionen (+0,7 Prozent). Die Zahl der Gäste legte von Jänner bis Juni um 2,7 Prozent auf 22,01 Millionen zu.




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