Letztes Update am Do, 25.07.2019 14:05

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Pilhatsch WM-Siebente im Rückensprint



Die Steirerin Caroline Pilhatsch ist bei der WM im südkoreanischen Gwangju im Finale über 50 m Rücken auf Platz sieben geschwommen. Die Kurzbahn-Vizeweltmeisterin schlug am Donnerstag auf der nicht-olympischen Langbahn-Sprintstrecke als Vorletzte in 27,78 Sekunden an. Im Halbfinale hatte die 20-Jährige in 27,77 als Gesamtsechste einen neuen österreichischen Rekord geschafft.

Die Medaillen sicherten sich die US-Amerikanerin Olivia Smoliga (27,33) vor Etiene Medeiros (BRA/27,44) und Daria Waskina (RUS/27,51). Es war die 24. rot-weiß-rote Finalteilnahme auf Langbahn-WM-Ebene.

Pilhatsch ist der erst siebente Name in diesem Feld. Die anderen sind Markus Rogan, Mirna und Dinko Jukic, Podoprigora, Fabienne Nadarajah und Felix Auböck. Medaillen gab es da bisher sechs. Silber holte außer Podoprigora 2001 Markus Rogan (2001 und 2005/jeweils 200 m Rücken). Bronze gab es für Mirna Jukic (2005 und 2009/jeweils 200 m Brust) sowie Rogan (2007/200 m Rücken).

Brustlagen-Spezialist Valentin Bayer belegte über die 200-m-Distanz Rang 28. In 2:12,27 Minuten verpasste er das Semifinale der Top 16 um 1,95 Sekunden. Seine vor knapp einem Jahr bei der Glasgow-EM fixierte persönliche Bestzeit verfehlte der 19-Jährige um 0,54 Sek. Über 100 m Brust war Bayer am Sonntag WM-36. geworden.

„Ich bin schon enttäuscht und auch ein wenig böse“, meinte Bayer über seine Leistung. „Irgendetwas stimmt derzeit technisch nicht. Das müssen wir finden und ausbessern. Auch über die 100 m war das schon so. Ich bin zu tief im Wasser und habe dadurch zu viel Widerstand. Kann sein, dass das hier im Eifer des Gefechtes passiert ist. Daran müssen wir jetzt arbeiten.“

Der österreichische 200-m-Rekord von Maxim Podoprigora hielt damit einem weiteren Angriff stand. Der heute 41-Jährige war am 26. Juli 2001 - also fast exakt 18 Jahre davor - bei der Fukuoka-WM in 2:11,09 Zweiter geworden. Dieses Silber war die erste Schwimm-WM-Medaille für einen Österreicher überhaupt. Podoprigoras Marke ist - Lang- und Kurzbahn - mit Abstand die älteste noch gültige OSV-Bestleistung, die nächstältesten stammen aus dem Jahr 2008.

In den Freitag-Vorläufen sind drei Österreicher engagiert. Lena Grabowski absolviert über 200 m Rücken ihren einzigen WM-Einsatz in Gwangju, Marlene Kahler schwimmt über 800 m Kraul ihren vierten und letzten. Beide brauchen klare Verbesserungen ihrer österreichischen Rekorde, um an die Olympia Qualifying Time für Tokio 2020 heranzukommen. Bei den Herren versucht sich Bernhard Reitshammer über 50 m Kraul.




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