Letztes Update am Do, 25.07.2019 15:00

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Pilhatsch in ihrem ersten WM-Finale nach Fehlern Siebente



Die Steirerin Caroline Pilhatsch hat in ihrem ersten Langbahn-WM-Finale Rang sieben belegt. Die Kurzbahn-Vizeweltmeisterin des Vorjahres schlug am Donnerstag auf der nicht-olympischen Rückensprint-Strecke von 50 Metern als Vorletzte in 27,78 Sekunden an. Damit verpasste die 20-Jährige ihren im Halbfinale in 27,77 als Gesamtsechste fixierten österreichischen Rekord nur hauchdünn.

Ein besseres Ergebnis sei durch eine langsame Reaktionszeit beim Start und einen schlechten Anschlag verhindert worden. „Zwei solche Fehler in einem WM-Finale sind einfach zu viel. Ich bin natürlich enttäuscht, weil ich mir viel mehr vorgenommen habe. Ich weiß, was ich falsch gemacht habe und das nächste Mal besser machen muss“, meinte die 20-Jährige. Ausgerechnet im Finale keinen idealen Lauf erwischt zu haben, sei besonders ärgerlich. „Wie ich selber immer sage, es kann alles passieren in einem Finale. Das ist heute passiert, aber leider nicht positiv.“

Auf die drittplatzierte Russin Daria Waskina fehlten Pilhatsch 0,27 Sekunden. Silber ging 34 Hundertstel vor der Grazerin an Etiene Medeiros (27,44) aus Brasilien. Gold sicherte sich Olivia Smoliga in 27,33, die US-Amerikanerin war 0,45 Sekunden schneller als die OSV-Rekordhalterin. Das bis dato letzte Finale einer Österreicherin hatte Mirna Jukic vor zehn Jahren in Rom bestritten und dabei über 200 m Brust Bronze geholt.

Ihren Finaleinzug wertete Pilhatsch aber natürlich als Erfolg. „Die Zeit war gut, mit einer Hundertstel über Rekord trotz der beiden Fehler. Das ist wirklich positiv und zeigt mir, dass da noch viel Potenzial ist. Finale bei der WM ist ein toller Erfolg auf den man aufbauen kann“, so Pilhatsch.

Ein Wermutstropfen sei die verpasste Olympia-Qualifikation über 100 m Rücken, die sie bei den anschließenden Weltcups in Japan und China schaffen möchte. „Ich will unbedingt noch versuchen, die Norm zu erbringen. Das geht leichter bei internationalen Bewerben mit sehr starker Konkurrenz.“

Im Halbfinale über 200 m Brust egalisierte der Australier Matthew Wilson in 2:06,67 Minuten den seit Jänner 2017 vom Japaner Ippei Watanabe gehaltenen Weltrekord. In der Vorlauf-Session war Brust-Spezialist Valentin Bayer über 200 m auf Rang 28 gelandet. Am Freitag sind aus dem rot-weiß-roten Team Lena Grabowski, Marlene Kahler und Bernhard Reitshammer im Vorlaufeinsatz.




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