Letztes Update am Do, 25.07.2019 21:05

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europa-League-Fehlstart von Sturm Graz - 0:2 in Haugesund



Sturm Graz hat den Start in die internationale Fußballsaison am Donnerstag vergeigt. Beim norwegischen Außenseiter FK Haugesund unterlag das Team von Neo-Trainer Nestor El Maestro am Donnerstag mit 0:2 (0:0) und muss vor dem Rückspiel eine Woche später um den Aufstieg in die dritte Qualifikationsrunde der Europa League zittern. Erinnerungen an schwache Europacupauftritt der Vorjahre wurden wach.

Der aktuelle Achte der norwegischen Ganzjahresmeisterschaft feierte dank Treffern von Kevin Krygaard (51.) und Niklas Sandberg (64.) einen durchaus verdienten Erfolg, im fünften Europacupspiel der Vereinsgeschichte zugleich den höchsten. Wie schon im Vorjahr, als Sturm in der EL-Quali an AEK Larnaka scheiterte, droht den Steirern gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner das Aus. Beim Wiedersehen mit Haugesund am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr/live Puls 4) muss man zudem in Graz ein Geisterspiel absolvieren, nur Jugendliche unter 14 Jahren werden im Stadion sein.

Haugesund bemühte sich vor 3.500 Zuschauern um einen guten Start und gab in den ersten Minuten auch den Ton an. In der 18. Minute hatte Sturm, das dieselbe Startelf wie beim 4:1-Cupsieg in Anif sechs Tage davor aufbot, Glück: Nach einer Ecke zappelte der Ball infolge eines Köpflers bereits im Netz, der lettische Schiedsrichter Rumsas entschied aber auf Abseits.

In der Folge kam Sturm gegen die weiterhin mutigen Norweger besser ins Spiel, hatte zwar nicht mehr Anteile, aber die besseren Chancen. Kurz vor der Pause ließ Jakob Jantscher mit einem herrlichen Schuss aus gut 20 Metern die Latte erzittern (45.+2), schon nach genau einer halben Stunde hatte der Routinier das Tor relativ knapp verfehlt. Kurz danach war einem Volley-Versuch von Hosiner kein Glück beschieden (31.).

Die zweite Hälfte begann mit einem Magenschlag für die „Blackys“: Ein schlecht verteidigter Freistoß wurde Beute von Krygaard, bei dessen Schuss ins lange Eck Siebenhandl keine Chance hatte. Anstelle des Ausgleichs durch Markus Pink, der per Kopf verfehlte (61.), fiel in der 64. Minute noch das 2:0, auch diesmal machte die Grazer Abwehr keine gute Figur. Sturm bemühte sich zwar weiter um den Anschlusstreffer, blieb dabei aber weitgehend harmlos. Im Finish war Haugesund sogar das aktivere Team.




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