Letztes Update am Fr, 26.07.2019 11:52

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Paris freut sich über Abkühlung durch Regen nach Hitze



Endlich Regen! Nach der Rekordhitze in Paris hat Regen spontanen Jubel in der Hauptstadt ausgelöst. Am Donnerstag schwitzten die Pariser noch bei weit mehr als 42 Grad - so warm es dort noch nie. Am Freitagvormittag brachte ein Regenschauer endlich Abkühlung. In der Innenstadt war freudiger Jubel zu hören, die Menschen standen an den Fenstern und beobachteten das Spektakel.

In Paris wird es nun deutlich kühler. Am Freitag sollten es nur noch maximal um die 30 Grad werden, am Samstag sogar nur noch 21 Grad. Am Donnerstag wurde der mehr als 70 Jahre alte Hitzerekord in der französischen Hauptstadt geknackt. Gemessen wurde der Spitzenwert am Park Montsouris im Süden der Metropole. Dort verzeichneten die Meteorologen 42,6 Grad. Der bisherige Rekord stammt vom 28. Juli 1947 und lag bei 40,4 Grad.

Wegen der Hitze gingen in Frankreich mehrere tausend Hektar Vegetation in Flammen auf. Betroffen waren auch Gegenden wie die Normandie, die selten von Bränden heimgesucht werden, wie die Behörden mitteilten. „Bei Dürre und Hitze verursacht der kleinste Funke ein Feuer“, sagte ein Sprecher der Präfektur im Verwaltungsbezirk Loiret südlich von Paris. Dort gingen insgesamt rund 600 Hektar Wälder und Heufelder in Flammen auf. Im Departement Eure im Norden des Landes verbrannten fast 800 Hektar Vegetation. In beiden Regionen mussten einige Wohnhäuser evakuiert werden, Verletzte gab es nicht.

Südwestlich von Paris wurde zeitweise die Autobahn A11 zwischen den Städten Chartres und Ablis gesperrt. Der Rauch von brennenden Feldern erschwerte massiv die Sicht. Landesweit waren mehr als 1.000 Feuerwehrleute im Einsatz, die die Brände weitgehend unter Kontrolle brachten.




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