Letztes Update am So, 28.07.2019 06:56

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Millionenschaden durch Unwetter in Österreich



Unwetter mit bis zu tennisballgroßen Hagelkörnern haben am Samstag eine Spur der Verwüstung durch das südliche Burgenland, die Steiermark und Kärnten gezogen. Dabei entstanden Schäden von drei Millionen Euro an landwirtschaftlichen Kulturen, teilte die Österreichische Hagelversicherung mit. 12.000 Hektar mit Getreide, Mais, Soja, Kürbis oder Wein sind betroffen. Heftige Gewitter trafen auch Tirol.

In der Steiermark seien die Bezirke Leibnitz, Hartberg-Fürstenfeld und Bruck-Mürzzuschlag betroffen, in Kärnten die Bezirke Feldkirchen und Klagenfurt und im Burgenland der Bezirk Oberwart. Die Unwetter zerstörten auch Grünland sowie Glas- und Folienhäuser.

Die Unwetter beschäftigten die steirischen Feuerwehren bis in die Nacht. Wie Feuerwehrsprecher Christian Karner im ORF-Radio Ö3 berichtete, waren im ganzen Land „mehr als 1000 Feuerwehrkräfte im Einsatz“. Besonders betroffen gewesen sei der Großraum Gnas in der Südoststeiermark, wo auch in der Nacht noch neun Feuerwehren mit Sicherungsarbeiten beschäftigt waren.

Durch das Unwetter kam es zu schweren Schäden an Hausdächern, die etwa auch von entwurzelten Bäumen getroffen wurden. Die Dächer mussten gesichert werden, weil schon am Sonntag das nächste Gewitter erwartet wurde, wie Ö3 in der Nacht auf Sonntag berichtete.

Heftige Unwetter sorgten am späten Samstagnachmittag auch im Tiroler Unterland für Verwüstung. In Kirchberg riss eine Gerölllawine ein Brückengeländer mit und blieb bis zu einem Meter hoch auf der Landesstraße L203 liegen, berichtet die Landespolizeidirektion Tirol. Die Feuerwehr war mit 40 Personen im Einsatz, um die Straße von der Geröll- und Steinlawine freizuräumen. Um 19.35 erfolgte die Freigabe der Straße und der Brücke, die augenscheinlich unbeschädigt geblieben war.

Im Bezirk Kufstein gingen zwischen 16.30 und 18.30 Uhr mehrere schwere Gewitter mit teilweise starkem Hagel nieder. Gegen 17.05 Uhr kamen durch die heftigen Sturmböen mehrere Nadelbäume zu Fall und blockierten die B175 in Ebbs, die dann bis 18.45 Uhr gesperrt werden musste. 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Bäume zu entfernen. Verletzte gab es bei beiden Ereignissen keine, Schäden an Fahrzeugen werden laut Polizei geprüft.




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