Letztes Update am So, 28.07.2019 08:08

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Staber über 400 m Lagen bei Schwimm-WM disqualifiziert



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Lagenschwimmer Patrick Staber ist am Sonntag zum Abschluss der österreichischen Einsätze bei den Langbahn-Weltmeisterschaften in Gwangju über 400 m disqualifiziert worden. Beim 23-Jährigen wurden auf der Brustlage nach der 250-m-Wende zwei Delfin-Beinschläge erkannt. Mit seiner Zeit (4:18,18 Min.) hätte Staber unter 41 Aktiven Rang 18 belegt, seine Bestzeit (4:15,23) hätte für das Finale gereicht.

„Es ist irrsinnig ärgerlich, wenn du deinen einzigen WM-Start verpatzt“, meinte Staber über sein Missgeschick. „So etwas ist mir überhaupt noch nie passiert. Ich habe es beim Rennen auch nicht bemerkt. Mir hat erst danach ein Kollege gesagt, dass ich disqualifiziert worden bin.“

Für Staber war es der einzige WM-Einsatz. Felix Auböck hatte über 400 wie über 800 m Kraul anders als geplant weder Finale noch eine Olympic Qualifying Time erreicht, für den zweifachen Finalisten der Budapest-WM 2017 war Rang 13 (400 m) das beste Ergebnis. Valentin Bayer blieb über 100 und 200 m Brust über seinen Bestzeiten und von einem Semifinale entfernt, ebenso wie Bernhard Reitshammer über 50 m Brust, Rücken und Kraul sowie 100 m Rücken.

„Die Burschen kamen leider weder an die ausgegebenen, noch an die selbst angestrebten Zielsetzungen heran“, bilanzierte OSV-Sportdirektor Walter Bär gegenüber der APA - Austria Presse Agentur das Abschneiden der vier österreichischen männlichen Teilnehmer an den Bewerben der Beckenschwimmer bei den Titelkämpfen in Südkorea.

Positiv fiel hingegen Bärs Resümee für die drei rot-weiß-roten weiblichen WM-Teilnehmerinnen aus. „Die Mädels haben die Erwartungshaltungen erfüllt - mit Finale, drei österreichischen Rekorden, Top 16 und einmal hauchknapp am Semifinale vorbei“, fasste der Delegationsleiter zusammen. Das eine knapp verpasste Semifinale betraf Lena Grabowski über 200 m Rücken, die 16-Jährige war bei ihrem einzigen WM-Einsatz nach Swim-off mit OSV-Bestmarke 17. geworden.

Die anderen zwei neuen österreichischen Rekorde gingen auf das Konto von Caroline Pilhatsch, je einer über 50 und 100 m Rücken. Die Steirerin sorgte als Rückensprint-Siebente auch für die einzigen beiden OSV-Teilnahmen (Semifinale, Endlauf) an Finalsessions. Es war die insgesamt 24. österreichische Teilnahme an einem Langbahn-WM-Finale. Pilhatsch gesellte sich da zu Markus Rogan, Mirna und Dinko Jukic, Fabienne Nadarajah, Maxim Podoprigora und Auböck.

Kraulerin Marlene Kahler kam über 200 und 400 m auf persönliche Bestleistungen, über 1.500 m erbrachte die 18-jährige Niederösterreicherin erneut die Olympia-Norm. Es kam aber kein weiteres OSV-Fixticket für die Spiele 2020 in Tokio dazu, zusätzliche Qualifikationen waren freilich ein klares Ziel aller gewesen. Die nächste Chance gibt es Anfang August. Pilhatsch wird da beim Tokio-Weltcup am Start sein, parallel laufen die Staatsmeisterschaften in Innsbruck.

Bär ging in seinem Resümee auch noch auf die anderen beiden in Südkorea vertretenen OSV-Sparten ein: „Die angestrebte Olympia-Qualifikation beim Open Water (durch David Brandl, Anm.) haben wir leider verpasst, wobei wir wussten, dass der Zeitpunkt dafür hier nicht ideal war. Die Synchron-Damen haben bei vier Starts vier Final-Teilnahmen erreicht. Das ist wieder sehr erfreulich. Wobei ihre Platzierungen nicht die guten Leistungen widerspiegeln.“

OSV-Präsident Arno Pajek: „Grundsätzlich herausragend war der siebente Platz und das Finale von Caroline Pilhatsch, und natürlich auch das bestätigte Olympialimit von Marlene Kahler. Schade ist es um die verpassten Semifinali. Es bestätigt sich auch hier wieder, dass ein Großereignis eigene Gesetze hat, weshalb manche ihr Potenzial nicht ausschöpfen konnten. Unsere Synchron-Damen waren wie immer eine sichere Bank für das Finale.“




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