Letztes Update am So, 28.07.2019 11:33

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


IS bekennt sich zu Anschlag mit sechs Toten in Syrien



Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat einen Anschlag auf Regierungstruppen im Süden Syriens für sich reklamiert, bei dem am Samstag sechs Soldaten getötet wurden. Ein IS-Kämpfer habe bei einem Selbstmordanschlag in der Provinz Daraa erst Soldaten mit einem Maschinengewehr beschossen und dann eine Sprengstoffweste gezündet, erklärte die IS-Miliz am Samstagabend im Onlinedienst Telegram.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte sich ein Angreifer auf einem Motorrad an einem Militärkontrollposten in Daraa in die Luft gesprengt und dabei sechs Soldaten getötet sowie mehrere weitere Menschen verletzt. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete ebenfalls über einen Selbstmordanschlag, der sich demnach aber während eines „Armeeangriffs“ auf „Terroristen“ ereignete. Eine Opferzahl nannte Sana nicht.

Am Montag hatte der IS bereits einen Autobombenanschlag in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus für sich reklamiert, bei dem ein Zivilist getötet worden war.

In der Provinz Daraa im Süden Syriens hatten im März 2011 die Proteste gegen Machthaber Bashar al-Assad begonnen. Nach monatelangen Gefechten gelang es der Armee mit Unterstützung der russischen Luftwaffe aber im Juli 2018, die Provinz von den Rebellen und Jihadisten zurückzuerobern, die sie in den Jahren zuvor kontrolliert hatten.




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