Letztes Update am Mo, 29.07.2019 16:00

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drei Tote bei Schüssen in Kleinstadt in Südfrankreich



Eine mutmaßliche Abrechnung im Drogenmilieu hat in einer südfranzösischen Kleinstadt drei Menschen das Leben gekostet, darunter eine 57-jährige unbeteiligte Frau. Zwei Bewaffnete erschossen laut Ermittlern am Sonntagabend in der Gemeinde Ollioules zwei polizeibekannte Männer. Die 57-Jährige, die mit ihrem Mann auf einem Motorroller unterwegs war, geriet zufällig in die Schusslinie der Angreifer.

Die Angreifer flüchteten. Der Mann der Getöteten musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Örtlichen Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Paar um Urlauber aus dem ostfranzösischen Departement Haute-Saone, die in dem beschaulichen Ort eine Ferienwohnung besitzen.

Anhand der am Tatort gefundenen Munition, der zahlreichen abgegebenen Schüsse und der Lebensläufe der beiden 29 und 30 Jahre alten männlichen Opfer geht die Polizei von einer Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Drogenbanden aus. Sie waren nach Angaben aus Ermittlerkreisen bereits wegen diverser Drogenvergehen bekannt.

Von den beiden Tätern fehlte am Montag weiter jede Spur. Innenminister Christophe Castaner erklärte auf Twitter, es werde alles unternommen, um sie zu identifizieren und festzunehmen. Er sei zuversichtlich, dass es der Polizei gelingen werde, die „kriminellen Netzwerke auszumerzen, die unsere Viertel vergiften“.




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