Letztes Update am Di, 30.07.2019 15:35

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreich gibt Mittel für humanitäre Hilfe frei



Angesichts der humanitären Notlage im Bürgerkriegsland Syrien sowie im westafrikanischen Krisenstaat Mali wird der Ministerrat am Mittwoch 2,5 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) freigeben. Für Syrien soll insgesamt eine Million Euro, für Mali sollen 1,5 Mio. Euro bereitgestellt werden, heißt es in einem Antrag von Außenminister Alexander Schallenberg.

Die Mittel für Syrien werden demnach auf zwei Organisationen aufgeteilt: 500.000 Euro an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und 500.000 an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Hilfsaktivitäten in den Flüchtlingslagern in Nordost-Syrien. Laut UNO sind mehr als 13 Millionen Menschen in dem Bürgerkriegsland auf humanitäre Hilfe und Schutz angewiesen, davon 5,6 Millionen Kinder.

Während für humanitäre Hilfe in Syrien seit Kriegsausbruch 2011 mehrmals Mittel aus dem AKF zur Verfügung gestellt wurden, ist es für Mali seit 2009 das zweite Mal. Der bewaffnete Konflikt in dem westafrikanischen Land spitzt sich angesichts des Klimawandels immer mehr zu. Nach UNO-Schätzungen sind „rund 80 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Böden in der Sahelzone ausgelaugt“, heißt es in dem Antrag. Die Mittel aus dem AKF in Höhe von 1,5 Millionen Euro sollen ebenfalls das IKRK unterstützen.

Die SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, Petra Bayr, forderte unterdessen „zumindest weitere drei Millionen“ Euro für Mosambik. Tropische Wirbelstürme hatten das Land im Süden Afrikas im Frühling schwer verwüstet.

Die türkis-blaue Regierung hatte den Auslandskatastrophenfonds mit 15 Millionen Euro für 2018/2019 budgetiert - fünf weitere Millionen stehen als Rücklagen bereit. Nach Angaben des Außenministeriums wurden bisher 9,35 Millionen Euro aus dem AKF bereitgestellt, für die „verbliebenen 5,65 Millionen Euro werden weitere Projekte evaluiert“. Hilfsorganisationen hatten zuletzt die Regierung von Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein aufgefordert, die noch im AKF liegenden Millionen für Entwicklungshilfe auszugeben.




Kommentieren