Letztes Update am Di, 30.07.2019 17:50

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


12.000 Kinder bei Konflikten in 2018 getötet oder verletzt



Bei gewaltsamen Konflikten sind nach Angaben der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr weltweit 12.000 Kinder getötet oder verstümmelt worden - und damit so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnung dieser Daten der UNO.

Insgesamt verzeichnete die UNO mehr als 24.000 Vergehen an Kindern, darunter auch sexuelle Gewalt, Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser oder die Rekrutierung von Kindersoldaten, wie aus einem am Dienstag (Ortszeit) in New York veröffentlichten Bericht hervorgeht. UNO-Generalsekretär António Guterres zeigte sich „niedergeschlagen“ und „erschüttert“ von dem Bericht.

2017 waren mehr als 10.000 Kinder getötet oder verstümmelt worden, insgesamt waren mehr als 21.000 Vergehen an Kindern registriert worden. 2016 waren rund 8.000 Kinder getötet oder verstümmelt worden. 1999 hatte der UNO-Sicherheitsrat den UN-Generalsekretär erstmals um die jährliche Anfertigung eines solchen Berichts gebeten.

Mehr als 7.000 Kinder wurden 2018 weltweit als Kindersoldaten rekrutiert, vor allem in Somalia, Nigeria und Syrien. Auch die höchsten Zahlen von sexueller Gewalt an Kindern und von Entführungen wurden 2018 aus Somalia berichtet.




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