Letztes Update am Di, 30.07.2019 22:28

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Britischer Kunsthändler wegen Diebstahls in USA verurteilt



Ein US-Gericht hat einen britischen Kunsthändler wegen des unrechtmäßigen Verkaufs von Bildern im Gesamtwert von bis zu 30 Millionen Dollar zu einer Haftstrafe von mindestens vier Jahren verurteilt. Nach Ablauf der vierjährigen Gefängnisstrafe soll der Fall des 63-jährige Timothy Sammons erneut begutachtet werden, wie das Gericht in Manhattan am Dienstag entschied.

Dann will das Gericht über bis zu acht weitere Jahre Haft befinden. Sammons hatte sich zuvor in allen 15 Anklagepunkten schuldig bekannt. Der in London, New York und Zürich ansässige Kunsthändler hatte zwischen 2010 und 2015 mehrere Kunstwerke ohne Wissen der Eigentümer verkauft. Sie hatten ihm die Bilder zur Aufbewahrung anvertraut. Der Erlös der Verkäufe betrug zwischen zehn und 30 Millionen Dollar. Auf weitere Kunstwerke erhielt er Kredite von Banken.

Unter den gestohlenen Bildern befanden sich unter anderem Werke von Pablo Picasso, Marc Chagall und René Magritte. Mit den ergaunerten Millionensummen finanzierte sich Sammons einen aufwendigen Lebensstil. So besaß er ein Haus im wohlhabenden Londoner Viertel Primrose Hill.




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