Letztes Update am Mi, 31.07.2019 11:55

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zahl der Wald- und Flurbrände in OÖ um 70 Prozent gestiegen



Die Zahl der Wald-, Wiesen- und Flurbrände ist in Oberösterreich heuer um 70 Prozent auf 454 Fälle in die Höhe geschnellt. Das Landesfeuerwehrkommando und Sicherheitslandesrat Wolfgang Klinger (FPÖ) riefen daher am Mittwoch zur Achtsamkeit auf. So können weggeworfene Zigaretten oder Glasflaschen schlimme Auswirkungen haben.

Seit 1. Jänner standen die Feuerwehren im Bundesland bei 98 Wald- und 356 Wiesen- bzw. Flurbränden im Einsatz, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 40 Wald- und 228 Wiesen- oder Flurbrände. Besonders stark ausgewirkt haben sich die Hitzewelle und die Trockenheit im Juli.

In den vergangenen Tagen mussten die Löschmannschaften beinahe täglich zu größeren Ereignissen ausrücken. Insgesamt haben die oberösterreichischen Feuerwehrleute heuer bereits 100.190 Personalstunden geleistet, so die in einer Pressekonferenz gezogene Bilanz.

Auslöser von Bränden im freien Gelände seien häufig Blitzschläge, oft verursachen aber auch Erntemaschinen oder der Funkenflug vorbeifahrender Züge Feuer auf trockenen Flächen, schilderte Landesfeuerwehrkommandant Robert Mayer. So mancher Brand ist auf Unachtsamkeit zurückzuführen: Eine weggeworfene Glasflasche könne etwa eine Brennglaswirkung entfalten und Feuer auslösen, so Klinger. Ein weiterer „Klassiker“ ist die gedankenlos weggeworfene Zigarette.

Die körperliche Belastung, wenn man bei Hitze in voller Montur stundenlang im Einsatz ist, sei stark, so Mayer. Aber die Motivation der Freiwilligen sei ebenfalls hoch. Derzeit habe man in Oberösterreich rund 90.000 Feuerwehrleute zur Verfügung, rechnete Klinger vor, es sei wichtig, das aufrecht zu erhalten, betonte er.




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