Letztes Update am Mi, 31.07.2019 15:32

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Prozess gegen Sudans Ex-Machthaber Bashir verschoben



Der Korruptionsprozess gegen den früheren sudanesischen Machthaber Omar al-Bashir soll nach Angaben seines Anwalts erst am 17. August beginnen. Zum für diesen Mittwoch anberaumten ersten Gerichtstermin war Bashir nicht erschienen.

„Heute war der erste Verhandlungstag seines Prozess, aber den Behörden war es aus Sicherheitsgründen nicht möglich, ihn (ins Gericht) zu bringen“, sagte der Anwalt Hisham al-Gaaly der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Der Richter habe den Prozessbeginn deshalb auf den 17. August verschoben, sagte Gaaly weiter.

Der langjährige sudanesische Staatschef Omar al-Bashir war nach monatelangen Protesten im April gestürzt worden. Ihm soll wegen verschiedener Verbrechen der Prozess gemacht werden.

Seit Bashirs Absetzung regiert im Sudan ein Militärrat. Mitte Juli einigten sich die regierenden Generäle und Vertreter der landesweiten zivilen Protestbewegung auf eine Teilung der Macht. Die noch offenen Fragen sollten ursprünglich in einer abschließenden Gesprächsrunde beider Seiten am Dienstag geklärt werden. Nach der Tötung von fünf Schülern während einer Demonstration am Montag sagten die Vertreter der Protestbewegung die Verhandlungen jedoch ab.




Kommentieren