Letztes Update am Mi, 31.07.2019 16:57

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erneut Dutzende Migranten in der Ägäis aufgegriffen



Der Flüchtlingszustrom von der Türkei nach Griechenland dauert an. Allein am Mittwochvormittag seien 118 Menschen von Patrouillenbooten der griechischen Küstenwache und der Europäischen Grenzschutzagentur (Frontex) entdeckt worden, teilte die griechische Küstenwache mit. Sie versuchten mit motorisierten Schlauch- und Holzbooten illegal von der Türkei aus nach Griechenland überzusetzen.

Die Migranten wurden vor den Inseln Lesbos, Samos und Kos aufgegriffen. Die Registrierlager auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos sind überfüllt. Dort leben derzeit knapp 19 500 Flüchtlinge und Migranten in staatlichen Registrierzentren und Unterkünften von Hilfsorganisationen. Vor allem die Auffanglager auf Samos und Lesbos platzen aus allen Nähten. Im Lager von Samos harren 3.514 Menschen aus. Das Lager hat aber eine Aufnahmekapazität für rund 650 Menschen. Flüchtlingshilfsorganisationen kritisieren die Zustände dort immer wieder als menschenunwürdig.

Der im März 2016 geschlossenen Flüchtlingspakt EU-Türkei sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 hatte es Tage gegeben, an denen rund 7.000 Migranten über die Türkei griechische Inseln erreichten.




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