Letztes Update am Do, 01.08.2019 11:17

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens 20 Tote bei Angriffen auf Polizisten im Jemen



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Im Jemen sind bei zwei Angriffen in der Hafenstadt Aden am Donnerstag mindestens 20 Polizisten getötet worden. Zuerst sprengte sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Selbstmordattentäter vor einer Polizeiwache in die Luft. Kurz darauf ereignete sich den Angaben zufolge ein Raketenangriff auf eine Polizeikaserne außerhalb der Stadt.

Dabei wurden demnach 17 Polizisten getötet und zahlreiche weitere verletzt. Beim Selbstmordattentat wurden drei Polizisten getötet und mindestens 20 weitere Menschen verletzt, darunter auch Zivilisten.

Der Selbstmordanschlag auf die Polizeiwache wurde nach Angaben eines Vertreters der Sicherheitskräfte von einem Jihadisten verübt. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen erklärte, dutzende Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden. Zu dem Raketenangriff auf die Al-Jalaa-Kaserne bekannten sich die Houthi-Rebellen. Neben einer Rakete wurden dabei auch Drohnen eingesetzt.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi und den schiitischen Houthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. 3,3 Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben.

Die im Süden Jemens gelegene Hafenstadt Aden ist seit Jänner 2015 die Interimshauptstadt der international anerkannten Regierung des Landes. Präsident Hadi war aus Sanaa geflohen, als die Hauptstadt von den Rebellen besetzt wurde. In Aden sind aber auch die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und Al-Kaida aktiv, die in den vergangenen Jahren eine Reihe von Anschlägen verübten.




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