Letztes Update am Do, 01.08.2019 17:38

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doppler/Horst und Co. nach Niederlagen in Wien unter Druck



Auch die größten ÖVV-Hoffnungsträger Clemens Doppler/Alexander Horst sind beim Beach-Volleyball-Major in Wien mit einer Niederlage gestartet. Die Vorjahresviertelfinalisten unterlagen den Schweizern Adrian Heidrich/Mirco Gerson 1:2 (17,-18-8) und stehen im zweiten Gruppenmatch wie Martin Ermacora/Moritz Pristauz und Robin Seidl/Philipp Waller nach ihren Zweisatzniederlagen unter Siegzwang.

Doppler/Horst starteten im bis auf die große VIP-Tribüne vollen Center Court stark, mussten sich den Schweizern aber wie zuletzt in Gstaad noch geschlagen geben. „Wir wären gerne mit einem Sieg gestartet, das ist uns leider verwehrt geblieben“, bedauerte Doppler. Horst sah eine aktuelle Tendenz bestätigt. „Das zieht sich schon die ganze Saison. Wir haben gut angefangen, Mitte zweiter Satz ist aber leider irgendwie der Faden gerissen.“

Im Match gegen das vorzeitige Aus warten auf die ehemaligen die aktuellen Vizeweltmeister Clemens Wickler/Julius Thole, die überraschend gegen ihre deutschen Landsmänner Lars Flüggen/Nils Ehlers den Kürzeren zogen. „Jetzt heißt es Vollgas geben, verlieren ist verboten. Das wird sicher ein heißes Match“, blickte Doppler auf das Abendmatch (18.45 Uhr) voraus.

Das Wildcard-Team Ermacora/Pristauz hielt gegen die Wien-Titelverteidiger Anders Mol/Christian Sörum im ersten Satz lange mit, schlussendlich war gegen die norwegischen Seriensieger beim 0:2 (-18,-10) aber kein Kraut gewachsen. „Im ersten Satz hat man gesehen, was für Potenzial eigentlich in uns steckt. Gegen die Zwei schaut man dann relativ schnell ziemlich schlecht aus“, meinte Ermacora nach dem Auftritt gegen die Turnierfavoriten. Die Teilerfolge gegen die Norweger seien ermutigend für das Match gegen die Polen Piotr Kantor/Bartosz Losiak: „Wir blicken positiv in Richtung zweites Spiel.“

Ermacora/Pristauz erreichten mit einem 2:1 (17,-19,12) gegen die Polen Piotr Kantor/Bartosz Losiak indes die K.o.-Phase. Ihre Gegner in der Zwischenrunde um den Achtelfinal-Platz am Freitag stehen noch nicht fest.

Die WM-Neunten Seidl/Waller mussten sich den niederländischen Ex-Weltmeistern Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen ebenfalls in zwei Sätzen (-17,-19) beugen. „Jetzt müssen wir im zweiten Match alles hineinhauen“, wusste Seidl nach der Niederlage gegen die Olympiadritten um die Bedeutung des nächsten Spiels gegen das US-Duo Tri Bourne/Trevor Crabb.

Das Duo Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig, das am Mittwoch für den bis dato einzigen ÖVV-Erfolg gesorgt hatte, erreichte indes erstmals das Achtelfinale. Die Steirerinnen besiegten am Donnerstag in der ersten K.o.-Runde des Majors die Slowakinnen Andrea Strbova/Natalia Dubovcova in drei Sätzen. Im Achtelfinale am Freitagvormittag wartet mit den Weltmeisterinnen Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes (CAN) ein ganz großes Kaliber. Österreich hält nach zehn Gruppenspielen bei Damen und Herren bei einer ernüchternden Bilanz von 2:8.

In der Zwischenrunde zeigten sich die beiden 25-Jährigen wie auch schon Vortag im zweiten Gruppenspiel in starker Verfassung. Nach verlorenem ersten Satz kamen sie im Duell zweier WM-17. gegen die beim Major in Gstaad fünfplatzierten Slowakinnen noch zu einem umjubelten 2:1 (-16,16,10). „Ich bin einfach unglaublich happy. Wir haben so hart trainiert, jetzt geht es endlich auf. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung. So gut wie jetzt haben wir die ganze Saison noch nicht gespielt“, gab sich Schützenhöfer nach dem Erfolg im bis auf den großen VIP-Bereich vollen Stadion euphorisch.




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