Letztes Update am Fr, 02.08.2019 09:34

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Italien fordert von Malta Einsatz für „Alan-Kurdi“-Migranten



Italien hat Malta aufgerufen, sich für die 40 Migranten an Bord des Schiffes „Alan Kurdi“ der deutschen NGO „Sea Eye“ einzuschalten. Die italienische Küstenwache berichtete, dass sich das Schiff in maltesischen Gewässern befinde und rief die Behörden der Insel auf, ärztliche Hilfe zu garantieren.

„Die italienische Seenotleitung verweist die ‚Alan Kurdi‘ an maltesische Behörden, obwohl das Schiff vor Lampedusa liegt. Malta ist mehr als 20 Stunden entfernt. Ein unerträglicher Streit wird auf dem Rücken von Flüchtenden ausgetragen“, protestierte die NGO per Twitter.

Derzeit wartet das Schiff „Alan Kurdi“ vor Lampedusa auf eine Erlaubnis zum Anlegen. Dies hat jedoch der rechtspopulistische italienische Innenminister Matteo Salvini verboten. Eine rasche Lösung zeichnet sich nicht ab. Salvini unterzeichnete auch ein Verbot für das Schiff der spanische Organisation Proactiva Open Arms, in Italien zu landen. An Bord befinden sich 55 Personen, darunter auch Zwillinge im Alter von neun Monaten.

Unterdessen rettete die libysche Küstenwache in der Nacht auf Donnerstag 75 Migranten. Der Rettungseinsatz erfolgte vor der Küste Zuaras, 100 Kilometer westlich der libyschen Hauptstadt Tripolis, berichteten italienische Medien. Die Migranten wurden bei zwei verschiedenen Rettungseinsätzen in Sicherheit gebracht.




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