Letztes Update am Fr, 02.08.2019 14:15

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Flammenmeer“: Drei Tote nach Pkw-Kollision in Oststeiermark



Bei einer Kollision zweier Pkw sind Freitagmittag nahe dem oststeirischen Kaindorf bei Hartberg (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) drei Menschen ums Leben gekommen. Sie waren laut Feuerwehr in ihrem Fahrzeug eingeklemmt, das nach dem Unfall in Flammen aufging. Ein Augenzeuge sprach von einem „Flammenmeer“. Im anderen Pkw wurden beide Insassen schwer verletzt.

Für die Feuerwehr Kaindorf war der Einsatz „belastend“, vor allem für die jungen Kameraden, sagte Einsatzleiter Franz Radl am Freitag zur APA: „Die drei Personen im brennenden Auto waren eingeklemmt.“ Ersthelfer hatten mit Handfeuerlöschern versucht, den Brand zu bekämpfen, blieben aber ohne Erfolg. Laut Radl sind nun für die Bergung der Toten erfahrene Einsatzkräfte vorgesehen.

Der Feuerwehrmann schilderte, dass vermutlich der Pkw mit drei Insassen und Hartberger Kennzeichen in Fahrtrichtung Gleisdorf ins Schleudern und auf die Gegenfahrbahn geraten war. Ein entgegenkommender Wagen, ebenfalls mit Hartberger Kennzeichen, konnte nicht mehr ausweichen und erfasste den Wagen. Das Fahrzeug mit drei Insassen sei sofort in Flammen aufgegangen, sagte Radl.

Im anderen Pkw wurden beide Insassen - vermutlich ein Paar - schwer verletzt. Der Lenker wurde in das LKH Graz geflogen, die Beifahrerin mit einem Rettungswagen in das LKH Hartberg gebracht, so der Einsatzleiter und frühere Kommandant. Die Polizei bestätigte auf Nachfrage die Angaben der Feuerwehr und ergänzte, dass das Kriseninterventionsteam zum Einsatz geholt wurde. Dieses soll sich nicht nur um Angehörige kümmern, sonder auch um die jungen Feuerwehrleute, die als erstes an der Unfallstelle eingetroffen waren.

Ein Augenzeuge berichtete gegenüber der APA, dass eines der beiden Fahrzeuge in Flammen aufging: „Als ich zur Unfallstelle kam, brannte das Auto schon. Es war nur noch ein Flammenmeer“, sagte er. „Ich habe noch meinen Feuerlöscher aus dem Lkw ausgepackt, aber da half nichts mehr.“

Er schilderte, dass vermutlich zwei Insassen des nicht brennenden Wagens schwer verletzt von der Rettung versorgt wurden. Anschließend brachte sie ein Hubschrauber ins Spital. Für die Insassen des anderen Pkw gab es allerdings keine Rettung: „Das Auto ist komplett ausgebrannt“, sagte der Augenzeuge. Wie der Unfall genau passiert war, konnte der Lkw-Lenker nicht sagen, denn das habe er nicht beobachtet.

Durch den Unfall war die Wechselbundesstraße (B54) in Richtung Hartberg ab dem Kreisverkehr Hartl für den Verkehr gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet.




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