Letztes Update am Fr, 02.08.2019 14:42

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erzdiözese für rasche Aufklärung bei Stadterweiterungsfonds



In der Causa um den Wiener Stadterweiterungsfonds, gegen deren ehemalige Mitglieder die Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt, hat nun die Erzdiözese Wien Stellung bezogen. Der mittlerweile aufgelöste Fonds, der von zwei hohen Beamten des Innenministeriums geführt wurde, hatte den Bau der Kirche in der Seestadt in Wien-Aspern mitfinanziert. Die Erzdiözese hofft nun auf rasche Aufklärung.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hatte gegen die beiden Beamten Anklage wegen des Vorwurfs der Untreue erhoben. Die beiden sollen den Wiener Stadterweiterungsfonds um 1,1 Mio. Euro bewusst geschädigt haben, indem sie aus öffentlichem Vermögen Spenden an ihnen nahestehende Organisationen verteilt haben, darunter auch zu einem großen Teil der römisch-katholischen Kirche nahe stehende.

So hat die Erzdiözese Wien vom Stadterweiterungsfonds im Jahr 2008 einen Zuschuss von 250.000 Euro für den Bau der Kirche in der neu entstehenden Seestadt in Wien-Aspern erhalten. Die ursprünglich für sich allein geplante katholische Kirche ist mittlerweile ein Teil des Projekts „Campus der Religionen“. Der Zuschuss sei immer noch vorhanden, teilte die Erzdiözese am Freitag in einer Aussendung mit. Man habe das Geld als Rücklage für den Kirchenbau in Aspern zweckgewidmet.

„Damals haben wir auch schon erklärt, dass der Zuschuss selbstverständlich zurückgegeben wird, sollte der Kirchenbau nicht realisiert werden oder sich herausstellen, dass der Zuschuss rechtswidrig vergeben wurde“, so der Sprecher der Erzdiözese Wien, Michael Prüller. Man gehe aber derzeit davon aus, dass alles seine Richtigkeit gehabt habe: „Wir haben ordnungsgemäß um die Subvention angesucht, von der uns damals versichert wurde, dass sie dem Stiftungszweck des Fonds entspricht.“




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