Letztes Update am Fr, 02.08.2019 15:14

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreicher bei Wien-Major alle ausgeschieden



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Beim Beach-Volleyball-Major in Wien sind am Freitag die letzten österreichischen Teams ausgeschieden. Am weitesten kam das Duo Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig, das im Achtelfinale an den kanadischen Weltmeisterinnen Pavan/Humana-Paredes scheiterte (0:2). Als letzte ÖVV-Paarung schieden Martin Ermacora/Moritz Pristauz in der ersten K.o.-Runde gegen Younousse/Tijan aus Katar aus (0:2).

Damit gab es auf der Donauinsel anders als 2017 und 2018 keine rot-weiß-roten Jubelstimmung. Ganz im Gegenteil, in 15 Hauptbewerbspielen mit heimischer Beteiligung gab es lediglich drei Siege. Für zwei sorgten Schützenhöfer/Plesiutschnig in der Gruppenphase und in der ersten K.o.-Runde sowie Ermacora/Pristauz im zweiten Gruppenmatch. Clemens Doppler/Alexander Horst, 2017 in Wien Vizeweltmeister und im Vorjahr im Viertelfinale, scheiterten ebenso wie Robin Seidl/Philipp Waller, Eva Freiberger/Valerie Teufl und Teresa und Nadine Strauss frühzeitig ohne Erfolgserlebnisse.

Dementsprechend fiel auch die Bilanz von ÖVV-Beach-Sportdirektor Nik Berger aus. „Natürlich ist das enttäuschend für den Verband, weil es zu wenig Siege waren“, meinte Berger im APA-Gespräch. Das Achtelfinale von Schützenhöfer/Plesiutschnig sei zufriedenstellend, das restliche Abschneiden keineswegs. „Das muss man sich schon noch einmal genauer anschauen.“ Der Ist-Stand sei unerfreulich, die Teams hätten aber kaum Zeit für Analysen, im Hinblick auf die anstehende EM in Moskau müsse man „die Negativgefühle wegwischen und eher das konservieren, was gut war, die Stimmung quasi mitnehmen“.

Alarmismus sei dennoch nicht angebracht. „Sorge habe ich keine, aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht den Anschluss verlieren“, betonte Berger. Das tatsächliche Leistungsniveau sei irgendwo zwischen den beiden vergangenen Jahren, in denen man „überperformt“ habe, und dem aktuellen Stand anzusiedeln. „Aber es wird nicht einfacher. Ich glaube schon, dass es wahnsinnig viel bedarf, dort wieder hinzukommen, was wir aus den vergangene Jahren gewohnt waren. Unsere alten Haudegen (Anm.: Doppler/Horst) werden auch nicht jünger. Sich dort oben festzubeißen, Woche für Woche zumindest 9. und 17. Plätze abzuliefern, das ist so schwer. Das haben wir derzeit einmal nicht, da gibt es ganz viel zu verbessern und zu trainieren.“

Für Ermacora/Pristauz war wieder gegen die Kataris Cherif Younousse/Ahmed Tijan Endstation. Das Wildcardduo unterlag den Vorjahresdritten glatt 0:2 (-13,-16). Wie im Vorjahr im Achtelfinale fanden sie gegen die ungemein flinken und am Netz übermächtigen Weltranglisten-Vierten keine Mittel. „Wir haben am Service und in der Block-Defense nicht so schlecht gearbeitet, wir waren aber einfach im eigenen Spiel in der Annahme und im Zuspiel nicht konstant genug waren, dass wir dagegen halten hätten können. Wir haben immer wieder Fehler gemacht, das ist schade“, meinte Pristauz.

Sein Turnierresümee fiel aber einigermaßen positiv aus. „Wir nehmen mit, dass wir auf dem Niveau mitspielen können, dass wir auf jeden Fall, wenn wir unsere Chance nutzen, auch ganz große Teams schlagen können, daran werden wir arbeiten“, so der 23-Jährige.




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