Letztes Update am So, 04.08.2019 00:27

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens 15 Tote bei Schusswaffenangriff in El Paso



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Bei dem Schusswaffenangriff in einem Einkaufszentrum in der texanischen Stadt El Paso sind laut US-Medienberichten mindestens 15 Menschen getötet worden. Der Generalstaatsanwalt von Texas, Ken Paxton, sagte dem Sender CBS News am Samstag, es gebe „zwischen 15 und 20“ Toten.

NBC News berichtete unterdessen unter Berufung auf Quellen in den Strafverfolgungsbehörden von 19 Getöteten und 40 Verletzten; bei ABC News war von mindestens 18 Toten und Dutzenden Verletzten die Rede.

Eine Person sei festgenommen worden, sagte Polizeisprecher Enrique Carrillo am Samstag vor Journalisten. Einsatzkräfte suchten die Gegend ab, aber es gebe keine Bedrohung mehr. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar. Ein anderer Vertreter der Polizei sagte später, bei dem Festgenommenen handle es sich um einen Mann. Der Vize-Gouverneur von Texas, Dan Patrick, sagte dem Sender Fox News, der Verdächtige sei 21 Jahre alt.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, Berichte über die Tat seien sehr schlimm. Es seien viele Menschen getötet worden. Seine Regierung arbeite mit den Einsatzkräften der Stadt und des Bundesstaates zusammen. „Gott sei mit Euch allen!“, fügte er hinzu.

Die ersten Notrufe gingen nach Angaben der Polizei gegen 10.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) ein. Die Einsatzkräfte wurden demnach zunächst zu einem Walmart gerufen, später auch zu anderen Orten in einem angrenzenden Einkaufszentrum. Die Polizei rief die Bevölkerung auf Twitter umgehend dazu auf, sich von dem Einkaufszentrum fernzuhalten. Auf Aufnahmen waren zahlreiche Polizisten und Rettungswagen zu sehen. Die Lage war lange Zeit sehr unübersichtlich. Es gab zunächst auch Berichte über mehrere Schützen.

Trump wurde nach Angaben des Weißen Hauses über die Lage vor Ort unterrichtet. Er habe mit Justizminister William Barr und dem texanischen Gouverneur Greg Abbott gesprochen, erklärte der stellvertretende Sprecher Steven Groves. Abbott sprach von einer „abscheulichen und sinnlosen“ Gewalttat. Er erklärte, der Bundesstaat habe Unterstützung für die Einsatzkräfte geschickt. Beto O‘Rourke, demokratischer Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur aus El Paso, schrieb bei Twitter, „Bleibt in Sicherheit, El Paso“.

In den USA ereignen sich regelmäßig Schusswaffenangriffe. Am Dienstag waren bei einem solchen Vorfall in einem Walmart im Bundesstaat Mississippi zwei Menschen getötet und ein Polizist verletzt worden. Am Sonntag vergangener Woche hatte ein 19-Jähriger auf einem Gastro-Festival im kalifornischen Gilroy das Feuer eröffnet und drei Menschen, darunter einen sechsjährigen Jungen, getötet.

Nach besonders schweren Gewalttaten wird in den Vereinigten Staaten immer wieder über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert. Präsident Trump lehnt dies ab.




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