Letztes Update am So, 04.08.2019 17:12

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


95.000 Besucher bei Beach-Volleyball-Major in Wien



Die dritte Auflage des Beach-Volleyball-Großturniers auf der Wiener Donauinsel hat sich erneut als enormer Publikumserfolg erwiesen. Dementsprechend positiv bilanzierte Veranstalter Hannes Jagerhofer am Schlusstag der Veranstaltung mit diesmal insgesamt über 95.000 Besuchern.

„Jetzt sind wir richtig in Wien angekommen, in jeder Hinsicht“, betonte der langjährige Klagenfurt-Ausrichter Jagerhofer am Sonntag vor dem Herren-Finale. Der beste Beweis für das Funktionieren des Events sei, dass das Stadion wie am Samstag auch ohne österreichische Beteiligung und bei Schlechtwetter voll gewesen sei. „Das Publikum ist unfassbar, das spricht dafür, dass wir in letzter Zeit nicht viel falsch gemacht haben.“

Bedauerlich sei nur das frühe Ausscheiden der ÖVV-Teams. „Was uns ein bisschen fehlt, ist der Unterbau unserer Spieler, aber das hat, glaube, ich auch der österreichische Verband erkannt und wird dementsprechend reagieren“, so Jagerhofer.

Der mit Alexander Horst nach WM-Silber 2017 und dem Viertelfinale 2018 diesmal frühzeitig gescheiterte Clemens Doppler pflichtete Jagerhofer bezüglich des Publikums bei. „Wir haben ja leider nur einen Tag gespielt, aber von der Lautstärke, von den Menschen, die am Center Court waren, war es diesmal schon am Donnerstag die gleiche Stimmung wie im Vorjahr im Viertelfinale an einem Samstag. Ich hatte ja gedacht, nach der WM kann man das nicht mehr steigern, aber es ist scheinbar doch möglich“, sagte Doppler.

Nächstes Jahr findet das Major unmittelbar nach den Olympischen Spielen in Tokio vom 11. bis 16. August statt. Der danach auslaufende Vertrag mit der Stadt Wien soll demnächst möglichst langfristig verlängert werden. Jagerhofer, der das Turnier viele Jahre in Klagenfurt ausgerichtet hatte, sieht Wien mittlerweile als idealen Standort. „Das Produkt ist mit der Stadt Wien verschmolzen, das ist heuer wirklich passiert. Im dritten Jahr haben wir eine vollendete Form eines Schmuckstücks, das wir jetzt polieren müssen und versuchen, dem Andrang noch mehr gerecht werden.“

Auch Wiens Sportstadtrat Peter Hacker zeigte sich sehr angetan, er sprach sich ebenfalls für eine Verlängerung der Zusammenarbeit aus. „Wir sind froh, dass wir so eine Veranstaltung in Wien haben. Wir unterstützen das gerne und werden das weiter unterstützen. Wir haben jetzt noch ein Jahr eine Vereinbarung, die wir aus meiner unserer Sicht gerne fortsetzen“, meinte Hacker. Die Details werde man sich aber erst in den nächsten Wochen anschauen. Sicher sei jedoch: „Die Wienerinnen und Wiener lieben diese Veranstaltung“. Daher spreche alles dafür, die Zusammenarbeit fortzusetzen.

Jagerhofer und Hacker hoben mehrfach das beeindruckende Publikum hervor, das auch bei der Räumung des Stadions wegen nahender Gewitter äußerst diszipliniert geblieben sei. An den fünf Tagen wurden laut Jagerhofer 82.200 Fans im Stadion gezählt, inklusive der Side-Events verzeichnete man 95.200 Besucher. Aber nicht nur die Fans, auch die Spieler schätzen die Veranstaltung sehr, wie Doppler aus Gesprächen mit der Konkurrenz und Jagerhofer aus zahlreichen Reaktionen der internationalen Stars zu berichten wussten.

„Das ist eine dermaßen runde Geschichte geworden, es fühlt sich jeder wohl. Mit meinem Team und dem Setup haben wir wirklich etwas geschaffen, auf dem man gut aufbauen kann“, sagte Jagerhofer. An der Größe des extra aufgebauten Stadions mit 8.000 Plätzen will er trotz des Andrangs aus Kostengründen nichts ändern. Jagerhofer würde sich künftig aber eine Zweitnachnutzung wie etwa durch Kultur-Events wünschen. Außerdem werde man die Side-Court-Tribünen etwas vergrößern sowie die Gastronomie und die Videowalls außerhalb des Stadion künftig noch „besser bespielen“.




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