Letztes Update am Mo, 05.08.2019 06:07

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NR-Wahl: ÖVP-Bundesliste ohne neue Quereinsteiger



Die ÖVP hat am Montag die ersten 20 Namen auf ihrer Bundesliste für die Nationalratswahl vorgelegt. Überraschungen gibt es dabei keine: Bundesparteiobmann und Ex-Kanzler Sebastian Kurz ist Spitzenkandidat, dahinter folgen mit Elisabeth Köstinger, Gernot Blümel, Margarete Schramböck, Josef Moser und Juliane Bogner-Strauß fünf ehemalige Minister aus dem früheren türkisen Regierungsteam.

Hartwig Löger, Ex-Finanzminister und nach dem Ende der ÖVP/FPÖ-Koalition für wenige Tage Vize- und dann auch Bundeskanzler, findet sich nicht unter den Kandidaten. Er hatte bereits im Juni erklärt, auf keiner Liste kandidieren zu wollen, gleichzeitig aber seine Bereitschaft verkündet, seine Arbeit fortzusetzen.

Unter den ersten 20 Kandidaten finden sich laut einer Pressemitteilung der ÖVP auch Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, ÖVP-Klubchef August Wöginger, Generalsekretär Karl Nehammer sowie mit den Abgeordneten Gaby Schwarz, Kira Grünberg, Maria Großbauer, Martin Engelberg und Rudolf Taschner auch Promi-Kandidaten der Wahl 2017. Die gesamte Bundesliste der ÖVP umfasst 100 Namen, mit je 50 Prozent Frauen und Männern nach dem Reißverschlussprinzip. Sie muss bis 12. August offiziell eingebracht werden.

„Unser Angebot an die Wählerinnen und Wähler ist ein bewährtes Team, das den Mut hat, Dinge anzupacken und notwendige Reformen für Österreich auf den Weg zu bringen“, ließ Kurz dazu schriftlich wissen. Bei der Wahl 2017 hatte die ÖVP die Bundesliste hingegen als Vehikel genutzt, um neue Gesichter aus der ÖVP, Quereinsteiger sowie Übernahmen von anderen Parteien prominent zu platzieren, etwa den inzwischen in Ungnade gefallenen Ex-Grünen Efgani Dönmez oder den aus der FPÖ stammenden Ex-Rechnungshof-Präsidenten Moser.

Bei der Nationalratswahl 2017 hatte die ÖVP 62 Mandate ergattert, davon acht im dritten Ermittlungsverfahren über die Bundesliste. Wegen Kandidaturen auch auf Regionalwahlkreis- bzw. Landesebene sowie wegen des Wechsels einiger Akteure in die Bundesregierung schaffte es damals aber auch noch die Nummer 13 auf der Liste in den Nationalrat.




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