Letztes Update am Mo, 05.08.2019 13:45

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Pompeo besucht als erster US-Außenminister Mikronesien



Als erster US-Außenminister hat Mike Pompeo den Inselstaat Mikronesien besucht. Auf der Hauptinsel Pohnpei traf er am Montag Vertreter der Föderierten Staaten von Mikronesien sowie benachbarter Inseln, darunter die Republik Palau und die Marshallinseln. Hintergrund des Besuchs ist das zunehmende Interesse Chinas an der Pazifikregion. Die USA streben daher eine Stärkung ihrer Beziehungen an.

„Wir wollen den Indopazifik-Staaten dabei helfen, ihren jahrzehntelangen Aufstieg fortzusetzen und ihre Souveränität sowohl im politischen als auch im wirtschaftlichen Bereich zu erhalten“, sagte Pompeo, der unter anderem mehr Touristen aus den USA in Aussicht stellte. China versuche, sich in der Region zu „engagieren“ und sie zu „beeinflussen“, fügte der US-Außenminister hinzu. Andere „Demokratien im Pazifik“ seien aber bessere Partner.

Mikronesiens Präsident David Panuelo erklärte, die Beziehung zu den USA stehe für sein Land „an erster Stelle“. Das Verhältnis zu China beschränke sich auf eine „wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit.“

Mikronesien ist seit seiner Unabhängigkeit vor mehr als drei Jahrzehnten über einen freien Assoziierungsvertrag mit den USA verbunden, der dem Archipel finanzielle Unterstützung und militärischen Schutz zusichert. Der Vertrag soll in den kommenden Jahren erneuert werden. China hat den Pazifikinseln zuletzt Kredite für den Bau von Infrastruktur angeboten und offenbar versucht, die diplomatischen Beziehungen der Marshallinseln und Palaus mit Taiwan zu unterbinden.

Die US-Regierung hat vor diesem Hintergrund angekündigt, sich für einen „freien und offenen Indopazifik“ einzusetzen. Vor einigen Monaten empfing US-Präsident Donald Trump bereits Vertreter mehrerer Inselstaaten im Weißen Haus.




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