Letztes Update am Mo, 05.08.2019 15:37

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fahrradanhänger in NÖ von Pkw erfasst: Zwei Mädchen tot



Ein Verkehrsunfall in Hausleiten (Bezirk Korneuburg) am Sonntagabend hat zwei Kleinkinder aus dem Leben gerissen. Ein Pkw hatte auf der B19 einen an ein Elektrofahrrad gekoppelten Anhänger erfasst, in dem die Mädchen - ein und vier Jahre alt - von ihrer Mutter transportiert worden waren. Die Einjährige starb an Ort und Stelle. Ihre vierjährige Schwester starb später im Krankenhaus.

Die Vierjährige war zuerst reanimiert und von „Christophorus 2“ ins Wiener SMZ Ost-Donauspital geflogen worden. Dort erlag das Kind in den Nachtstunden aber seinen schweren Verletzungen, teilte die Polizei mit. Die 39-jährige Mutter der Mädchen wurde ins Landesklinikum Tulln transportiert. Sie überlebte verletzt. Laut Polizei war das Fahrradgespann etwa 15 Meter in einen angrenzenden Acker geschleudert worden. Die Ursache für die folgenschwere Karambolage - nach Feuerwehrangaben auf Höhe der Katastralgemeinde Perzendorf - stand vorerst nicht fest. Der Pkw-Lenker (60) und seine Frau blieben unverletzt.

Zur Betreuung der Unfallbeteiligten kam ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuz zum Einsatz. Der stark beschädigte Fahrradanhänger wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg sichergestellt. Es gehe um die Überprüfung des Beleuchtungszustandes des Gespanns, sagte Friedrich Köhl, Sprecher der Behörde, auf Anfrage. Ermittelt werde zudem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung.

Zum Unfallhergang teilte die Polizei mit, dass die 39-Jährige aus dem Bezirk Tulln gegen 20.50 Uhr mit dem Elektrofahrrad samt dem mehrspurigen Fahrradanhänger auf der B19 im Freilandgebiet von Hausleiten in Richtung Tulln unterwegs gewesen sei. Dabei sei das Gespann auf einem geraden Abschnitt vom Auto des 60 Jahre alten Wieners erfasst worden. Ein bei dem Mann durchgeführter Alko-Test habe einen Wert „unter 0,1 Promille“ ergeben.

Die Vierjährige in dem Anhänger wurde reanimiert und vom Notarzthubschrauber mit schweren Verletzungen abtransportiert. Für sie gab es letztlich jedoch ebenso keine Hilfe mehr wie für ihre jüngere Schwester.

In dem Anhänger hatten sich Polizeiangaben zufolge auch zwei Chihuahuas befunden. Die Hunde verendeten. Die B19 war an der Unfallstelle bei Perzendorf etwa zwei Stunden lang gesperrt.




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